EMPEROR - Prometheus: Discipline of Fire & Demise (Re-Release)



Autor:  Kerbinator

Bewertung:  9 / 10


Tracklist:

  • The Eruption
  • Depraved
  • Empty
  • The Prophet
  • The Tongue Of Fire
  • In The Wordless Chamber
  • Grey
  • He Who Sought The Fire
  • Thorns On My Grave


 VÖ: 13.01.2017 (Original-Veröffentlichung:  22.10.2001)

Label:  Candlelight / Spinefarm

Dieser Tage wird der komplette Back-Katalog von einer der damals angesagtesten und gleichzeitig außergewöhnlichsten (Avantgarde-)Blackmetal-Bands wiederveröffentlicht:  Emperor. Eine Karriere, die so abrupt endete, daß man damals nicht glauben konnte, daß es das gewesen sein sollte. Wie auch immer, auch das letzte Album „Prometheus...The Discipline Of Fire &  Demise“ wurde jetzt neu aufgelegt und da dieses Album unverzichtbar in der Karriere Emperor's ist, beginnen wir also quasi am Ende....

Und so ist dies also das letzte Album einer der meistgeliebten Bands aus dem Blackmetal Bereich.  

Man muß sich natürlich fragen, ob dies ein smartes Karriereende war. Die einzelnen Mitglieder von Emperor werden nie größer sein als sie es als kollektive Einheit dieser Band waren. Auch mit Peccatum konnte Isahn nicht das gleiche Prestige-Level wie Emperor erreichen.

Ein kurzer Blick auf die Band Credits zeigt jedoch die Zeile "Samoth – additional guitars", die einem schon Einblicke lieferte, warum dieser Zusammenbruch geschah. Gab es Zweifel, dass das letzte Album von Emperor toll werden würde ? Sicherlich nicht. Allerdings liegt die wahre Größe des Albums eher in einem technischen, analytischen Bereich. Das Album agiert weit mehr auf einer intelligenten Ebene. Man kann es immer wieder kommentieren mit "Hm, das war ein interessanter Part." Es gibt aber auch einige Fälle, in denen die Musik mehr durch Metal Leidenschaft getrieben wird, wie beim letzten Song  "Thorns on My Grave". In anderen Momenten tauchen Emperor tiefer in den Metal / Orchester / fast Film-Soundtrack-Bereich, wie partiell bei "In the Wordless Chamber", einem der besten Songs der Platte.  

„Prometheus...“ ist definitiv ein Album, welches wächst. Es beeindruckt einen beim ersten Hören und offenbart sich mit jedem Durchlauf mehr und mehr, auch weil einem der Sound dann vertrauter vorkommt. Eine willkommene Entwicklung war, das viele der klassischen Parts, die auf früheren Alben mit offensichtlichen Keyboard-Tönen gespielt wurden, nun wie akustische Streichinstrumente klangen. Gitarren-Soli sind viel häufiger, und Ihsahn zeigt ausgezeichnete Riffs. Die gesamte Produktion wurde ein wenig heruntergefahren im Vergleich zum letzten Album, was zu einem Sound führte, der direkter in den Kopf schlug, aber insgesamt besser klang.  

„Prometheus...The Discipline of  Fire & Demise“ baut auf einigen der Elemente auf, die auf Emperors vorherigem Album, „Equilibrium IX“, eingeführt wurden und streut einige Spuren von Anthems To The Welkin At Dark ein. Wo jedoch „Equilibrium IX“ einige Parts hatte, die wie Emperor in einer Übergangsphase zu etwas Anderem klang, hat „Prometheus...“ als Ganzes diesen Stil perfektioniert. Ein guter Abschluß für ein Karriereende.



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