JOURNEY - Frontiers


Natürlich befinden sich „Wheels in the Sky“ und „Don't Stop Believin'“, welche wohl einer breiteren Masse bekannt sind, auf anderen Alben der AOR-Legende Journey.

Für mich persönlich wurde allerdings das Non-Plus-Ultra des Schaffens der Amis 1983 in Form von „Frontiers“ veröffentlicht. Sicherlich natürlich auch dadurch, daß dieses Album die erste Berührung von mir mit Journey darstellt.  

Aber...wenn man alleine schon den Opener „Seperate Ways (Worlds Apart)“ hört, merkt man, welche Weltklasse-Musiker hier am Werk sind. Der Song ist die perfekte Melange aus gleichwertiger Gitarren-/Keyboard-Arbeit, welche für Journey-Verhältnisse durchaus recht hart zu Werke gehen. Über allem thront letzlich der unvergleichliche, mit höchstem Wiedererkennungswert gesegnete Gesang von Steve Perry. Es gibt im AOR und Hard Rock-Bereich einfach keinen begnadeteren Vokalisten.....Punkt.  

Die traumhaft schönen Melodien, welche Ausnahmegitarrist Neil Schon und Keyboader Jonathan Cain zaubern, sind ebenso nach wie vor unerreicht und sollten jederzeit als Lehrstunde für Nachwuchs-Hardrocker herangezogen werden.

Das Album an sich beinhaltet trotz aller Eingängikeit auch eine Vielzahl an Songs, die flott nach vorne schießen („Chain Reaction“, „Edge of the Blade“). Trotzdem bewertet man Journey sicherlich auch an den umwerfenden, ruhigen Nummern, den Balladen, die keine Band jemals in dieser Form hingekriegt hat. Und auf „Frontiers“ befindet sich die meiner Meinung nach beste Ballade, die Journey je schrieben.  Aber, was sage ich....die je ein Band geschrieben hat. „Faithfully“ ist einfach nicht zu beschreiben, es ist das größtmögliche Gefühlskino, daß bisher veröffentlicht wurde.  

Ich gebe es offen zu, daß ich zu dieser Nummer mehr als einmal geweint habe, ob der Schönheit und des überragenden Gesangs von Steve Perry.

Mit den beiden letzen Songs „Frontiers“ und „Rubicon“ bietet das Album noch zwei echte Journey-Stampfer, welche den Schlußpunkt des Rahmens um ein perfektes AOR-Werk legen.  

Journey haben (auch in der Zeit nach Steve Perry) noch kein wirklich schlechtes Album abgeliefert.  

Der Höhepunkt des Schaffens liegt aber hier, in 1983....in einer unerreichten Symbiose aus harten Melodien und einfühlsamen Harmonien. Ausnahmekünstler mit ihrem Ausnahmealbum. „Frontiers“ gehört in jede Sammlung von Menschen, denen Rockmusik etwas bedeutet.


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