JUDAS PRIEST - Sin After Sin











Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10


Tracklist:

  • Sinner
  • Diamonds And Rust
  • Starbreaker
  • Last Rose Of Summer
  • Let Us Prey / Call For The Priest
  • Raw Deal
  • Here Come The Tears
  • Dissident Aggressor


 VÖ:  23.04.1977

Label:  Columbia Records

„Sin After Sin“ ist das dritte Studioalbum der britischen Heavy Metal Band Judas Priest , welches 1977 als Nachfolger von  „Sad Wings Of Destiny“ erschien. Das Album bedeutete ein paar Änderungen für die Band. Es war ihr erstes Album für Columbia/ CBS Records, nachfolgend ihrem ursprünglichen Label Gull Records. Die Position des Schlagzeugers wechselte von Alan Moore zum talentierten Session-Spieler Simon Phillips und schließlich wurde der Produktionsjob von Deep Purple's Roger Glover übernommen. 

Musikalisch passierte einiges. Die Songs decken ein weites Spektrum ab. Sie sind aufdringlich und virtuos und schaffen es trotzdem, hart zu rocken.  Zum Beispiel hat die Eröffnungs-Nummer '“Sinner“ beeindruckende Gesangsleistungen zu bieten, tolle Gitarrenarbeit und nicht zuletzt eindrucksvolles Drumspiel, hauptsächlich wenn der Song zur Mitte hin langsamer wird. Die einzelnen Komponenten glänzen noch nicht durchgängig, belegen aber bereits ein deutliches Gespür für Energie und Spielwitz.   

„Sin After Sin“ ist aber auch interessant, vom Blickpunkt des Gesangs, da Rob Halford versucht viele verschiedene Stimmlagen zu intonieren. Von den Tiefen zu den Höhen, von hart zu ruhig und manchmal auch mit überraschendem, emotionalem Gewicht. Die Bereichsweite ist beachtenswert und bei wiederholtem Hören zeigt sich mehr und mehr Abwechslung.    

Mit solch großartigen Vocals, verbesserten Drums und dem ewigen Zwillingsgitarren-Ansatz von Downing und Tipton ist „Sin After Sin“ eine sehr starke und hörenswerte Angelegenheit. Ausser dem oben erwähnten "Sinner",  gehören das schwere "Dissident Aggressor", das eingängige Midtempostück "Starbreaker" und das schnelle von Queen beeinflusste "Let Us Pray / Call The Priest" zu den Highlights.  

Interessanterweise beinhaltet das Album den Cover Song „Diamonds & Rust“ von Joan Baez, welcher bereits zuvor aufgenommen wurde, aber komischerweise auf früheren Alben weggelassen wurde. Dies war das erste von ein paar Cover-Songs, welche die Band offiziell veröffentlicht haben, neben "Better By You Better Than Me" und "Green Manalishi (with the Two-Pronged Crown)", die auf den nächsten beiden Platten herauskamen.   

Insgesamt ist „Sin After Sin“ ein großartiges Album von Judas Priest mit ein paar absoluten Klassikern und einer Mischung aus interessanten Ideen, bemerkenswertem Drumspiel und einer tollen Vocal-Performance von Rob Halford. Man kann es jedem empfehlen der Interesse an der Band oder frühen Metal im Allgemeinen hat.