AMARANTHE Tour 2015

supp. Engel + Santa Cruz

Location:  Grünspan, Hamburg

am 13.03.2015


Schon wieder  Freitag der Dreizehnte. Und schon wieder ein Konzert. Am 13. März legten Amaranthe aus Schweden einen Zwischenstopp in Hamburg ein. Kurz nach 18:00 Uhr am Grünspan angekommen standen bereits die ersten Fans am Eingang.. Und auf der Straße davor der Tourbus. Punktlich 19:00 Uhr öffneten sich die Türen und das Grünspan begann sich so langsam zu füllen. Schätzungsweise 500/600 Fans kamen in den Club, der somit nicht ausverkauft war.

Den Abend eröffneten Santa Cruz aus Finnland, Heimatstadt laut Facebook-Profile ist HELLsinki. Es gab Glam-Rock vom Feinsten auf die Ohren. Die Band reitet auf der 80er-Jahre Retrowelle und brachten das 80er Feeling auch authentisch rüber. Es machte Spaß, zuzuhören. Und auch wenn man vorher noch keinen einzigen Song gehört hatte, konnte man bei den Refrains schnell mitgehen und mitsingen. Ein stimmungsvoller Auftakt.

Nach kurzer Umbaupause wurde es auf der Bühne deutlich dunkler und der Sound sperriger, zumindest für mich. Engel aus dem schwedischen Göteborg präsentierten eine Mischung aus Death, Industrial und Independent. Diese Unmenge an Growls und das häufige wenig musikalische “Drauflos-Geballere”  war nun so ganz und gar nicht mein Geschmack.

Gegen 22:00 startete dann das Intro, das den Headliner des Abends, die ebenfalls aus Göteborg kommenden Amaranthe, ankündigte. Zu den Schweden gibt es eigentlich nur zwei Meinungen, love it or hate it! Ich rechne mich klar zu ersterem. Und die Besetzung ist einzigartig, drei Sänger, die dem Publikum einheizen, männliche Growls, weiblicher und männlicher Klargesang. Auf Anhieb fällt mir nur eine Band ein, die im Gesangsbereich ähnlich aufgestellt ist, Neopera aus Hamburg. Und Amaranthe zelebrierte anderthalb Stunden Pop-Metal vom Feinsten. Für Gralshüter des “wahren” Heavy Metal sicherlich ein Graus. Den anwesenden Fans gefiel es. Viele der Songs wurden textsicher mitgesungen. Und Sängerin Elise Ryd war passend gestylt wie Pop-Diva. Die Band strotzte nur so vor Spielfreude. Und der Spaß auf der Bühne übertrug sich auch auf die Fans. 

Ohne Zugabe wurde die Band selbstverständlich nicht von der Bühne gelassen. Und diese startete mit einer Parodie auf die schwedischen Landsleute von Sabaton. Von den Fans wurde der bei schwedischen Bands offensichtlich in Mode gekommene Schlachtruf  “Noch ein Bier” intoniert. Und das dankbare “Opfer” war Bassist Johan Andreassen, der einige Flaschen Bier leeren musste, sehr zur Freude der Zuschauer. Aber irgendwann ist immer Schluss, so auch an diesem Freitag gegen halb zwölf. Ein weiterer toller Konzertabend ging zu Ende.


Autor + Fotos:   Rainer Kerber