ACCEPT - The Rise Of Chaos


Autor:  MC Lucius

Bewertung:  8,5 / 10


Tracklist:

  • Die By The Sword
  • Hole In The Head
  • The Rise Of Chaos
  • Koolaid
  • No Regrets
  • Analog Man
  • What's Done Is Done
  • Worlds Colliding
  • Carry The Weight
  • Race To Extinction


VÖ: 04.08.2017

Label: Nuclear Blast

ACCEPT sind zurück. Mit "The Rise Of Chaos" legen die ehedem in Solingen beheimateten Teutonen Rocker ihren vierten Longplayer seit ihrem Comeback mit "Blood Of The Nations" (2010) vor. Grundlegendes, soviel schonmal vorweg, hat sich bei ihnen nicht geändert. Accept klingt wie Accept klingt wie Accept. Gut so.

Wolf Hoffmann (g), Peter Baltes (b) und Mark Tornillo (v) sind immer noch tonangebend. Der neu hinzugestossene Uwe Lulis findet als Gitarrist im Studio überhaupt nicht statt, er ist einzig als Live Gitarrist bei Accept. Hoffmann übernimmt sämtliche Gitarren Aufnahmen im Studio schon seit Jahrzehnten selbst. Nach dem Ausstieg von Stefan Schwarzmann hat man mit Christopher Williams auch einen neuen Drummer im LineUp.

Inhaltlich werden zwar typische Metal Themen angesprochen ("Die By The Sword", "The Rise Of Chaos"), ohne jedoch allzu tief unter der Oberfläche zu schürfen. Darauf kommt es Bandleader Hoffmann auch gar nicht an. Die Musik solle im Vordergrund stehen, nicht die Texte. Sollte der ein oder andere Hörer dabei irgendwo einen Denkanstoß erhalten, ist das okay. Aber kein Muss.

Dennoch findet sich der Rezensent dieser Scheibe gerade in "Analog Man" wieder, wo es um die rasant wachsende Digitalisierung der ganzen Welt geht, und wo sich auch ältere Herrschaften zurecht finden sollten, um nicht komplett den Anschluß zu verlieren. Aber wenn man mit 50+ noch halsbrecherischen Metal mit satten Riffs und fetten Salven ertragen kann, sollte einem auch vor der Entwicklung um einen herum nicht bange sein.

Ein ebenso bekanntes wie bewährtes Trademark der Band sind seit den Achtzigern die Chöre, die hier natürlich auch wieder gezielt eingesetzt werden. Was wäre eine  Accept Scheibe ohne sie? Richtig, sie wäre nicht komplett. Gleiches gilt für das typische Hoffmann Riffing, welches von Andy Sneap, der die Musik in seinem Studio in England abgemischt hat, ebenso souverän wie prominent platziert wurde.

Nach den drei vorangegangenen Longplayern "Blood Of The Nations" (#4), "Stalingrad" (#6) und "Blind Rage", welchhes als erstes Accept Album überhaupt Platz 1 der deutschen Langeisen Hitliste erreichte, sollte dem Fünfer auch mit der neuen Platte ein geschmeidiger Top Ten Erfolg sicher sein. Accept beschreiten weiter den erfolgreichen Weg, der ihnen in den letzten Jahren auch viele neue Freunde beschert hat.

Was das Cover Artwork angeht, so heißt es seitens der Band, dass man früher eher einfache, auf eine Sache fokussierte, Illustrationen bevorzugte, während   Gyula Havancsák diesmal mehr Details eingewoben hat, die entdeckt werden wollen. Ähnlich wie in der Musik, die ihre Feinheiten auch erst durch mehrmaliges Hören offenbart, wobei sie auch beim ersten Durchgang keineswegs platt daher kommt. Fans können also beruhigt zugreifen und Newbies sollten auch mal mehr als nur ein Ohr riskieren.

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