AMORPHIS - Under The Red Cloud

„Under the Red Cloud“ ist ein tolles Album geworden ! Vom Anfang bis zum Schluß keinerlei Füllmaterial. Einige Stücke sind ne Klasse besser als andere, aber alle sind sehr aussagekräftig und beinhalten Material in der Schnittmenge der gesamten Bandgeschichte von den Tausend Seen an.

Etwas brutaler, als Amorphis in den letzten Jahren zu Werke gingen, mit Folk Elementen a'la „Elegy“ in manchen Kompositionen und mit Riffs, die bei Amorphis längst vergessen schienen, weisen die Finnen diesmal auf und die funktioniert wunderbar. Einige Momente in der Tradition von „Tales From The Thousand Lakes“, mit Melodien eines „Eclipse“, Piano Intros der“Silent Waters“-Phase, sowie psychedelische Töne die etwas an „Am Universum“ erinnern....uff !

All diese oben genannten Geschmacksrichtungen zusammen mit modernem Groove klingt so, wie wir es bisher von Amorphis noch nicht gehört haben. Und das ist eine angenehme Überraschung.

Generell kann man aber sagen, daß das Album schon den in den letzen Jahren eingeschlagenen Pfaden folgt.

Etwas Neues dagegen ist die Nutzung von Female Vocals, zum ersten Mal in ihrer Karriere (in Hauptrollen und nicht mal eben nebenbei). Seit wir bei Amorphis über Vocals sprechen, brilliert Joutsen sowohl in den klaren, als auch brutalen Passagen.

Das Albumcover wurde von Valnoir Mortasonge entworfen, bekannt durch seine Arbeit mit Laibach, Paradise Lost, Watain, Behemoth und vielen anderen. Für die Produktion zeichnet Jens Bogren (Amon Amarth, Opeth) verantwortlich. Und diese Produktion ist exzellent und ideal für den Sound des Albums. Ein Umstand, der den Genuß beim Hören stark ansteigen lässt.


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