ANCIENT CURSE - Thursty Fields

1997 veröffentlichten die deutschen Progressive Power Metaller Ancient Curse (nicht die ungarischen Black Metaller^^) mit „The landing“ ihr erstes abendfüllendes Werk. Noch im selben Jahr erschien dann noch „Thirsty fields“, das bis heute letzte Werk der Band. Doch dabei handelt es sich nicht um ein komplettes Neuwerk, da es bereits 1995 als MCD veröffentlicht wurde und zwei Jahre später lediglich um 4 Songs aufgestockt und erneut veröffentlicht wurde. Bei den „neuen“ Songs handelt es sich um neu aufgenommene Demoversionen aus den Anfangstagen der Band. Beim Hören merkt man allerdings nicht, dass es sich „nur“ um einen Zusammenschnitt älterer Songs handelt. Ohne dieses Hintergrundwissen würde man es sicherlich gar nicht merken.

Nach dem rund einminütigen atmosphärischem Intro geht es mit „Fateful promises“ schon mal vielversprechend los. Mit druckvollem Sound, exzellenten Riffs, prog-typischen Tempowechseln und der kraftvollen Stimme von Peter Pietrzinski geht der Song ordentlich nach vorne. So muss ein Opener klingen.

„Chosen injury“ geht in eine ähnliche Richtung, hat aber nicht ganz so viele ruhige Passagen und ist etwas druckvoller gespielt. Tolle Soli im Mittelteil inbegriffen.

Der erste neuaufgenommene Demosong „The prison“ beginnt mit balladeskem Gitarrenspiel von Gunnar Erxleben und dazu passendem Gesang. Nach gut einer Minute nimmt der Song aber Fahrt auf und reiht sich nahtlos zu den vorherigen Songs ein. Gesanglich schlägt Peter leicht thrashige Lagen an, wechselt aber gekonnt zwischen aggressivem zu melodischem Gesang.

„Lessions in finity“ bildet den zweiten „Demosong“ und entpuppt sich als straighter Rocker. Geradlinig, schnörkellos und geht sofort ins Ohr. Ein typischer Stimmungsmacher.

Mit „Harmful remains“ beweisen Ancient Curse, dass sie auch powerfulle Gänsehautballaden draufhaben. Melancholischer Gesang, gefühlvolles Gitarrenspiel und eine solide Basis aus Bass und Schlagzeug sind die Markenzeichen des Songs.

Wer bei „Return of the summer“ einen lockerflockigen Gute-Laune-Song erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Denn der Song ist heavy und doch eher düster gehalten. Teilweise ist er sogar eher schleppend und heavy gehalten. Klingt also ganz und gar nicht nach Sommer, dafür aber nach Metal wie er sein soll.

Der „Dictator“ klingt dann doch so, wie man es erwarten kann. Aggressiv, apokalyptisch und unheilvoll. Sirenen- und Luftangriffgeräusche sind im Mittelteil dann auch zu hören und geben der negativen Grundstimmung weitere Nahrung. Der beste Song des Albums.

Abgeschlossen wird das Album dann mit „Branded“. Ein fast schon doomiger Song, der gesanglich an Phil Anselmo und Pantera erinnert (zumindest zeitweise). Letztlich sorgt der Song mit seiner doomigen Grundhaltung für ein wohliges Unbehagen. Ein starker Schlusspunkt eines starken Albums.

Fazit: Ancient Curse sind eine Band, bei der es schade ist, dass sie nur zwei Alben geschafft haben. Genug Potenzial ist jedenfalls vorhanden. Offiziell aufgelöst sind sie wohl nicht (hab jedenfalls keine entsprechenden Infos gefunden) aber leider sind sie schon fast 20 Jahre albumtechnisch inaktiv. „Thirsty fields“ gehört jedenfalls zur oberen Metalriege und verdient es, nicht in Vergessenheit zu geraten sondern gehört zu werden. Also Ohren auf und hingehört!


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