ARGUS - From Fields Of Fire


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8,5 / 10

Tracklist:

  • Into The Fields Of Fire
  • Devils Of Your Time
  • As A Thousand Thieves
  • 216
  • You Are The Curse
  • Infinite Lives Infinite Doors
  • Hour Of Longing
  • No Right To Grieve
  • From The Fields Of Fire


 VÖ: 08.09.2017

Label: Cruz Del Sur Music

Es hat etwas gedauert, aber endlich ist es da ! Die amerikanische Band Argus aus Pennsylvania (nicht zu verwechseln mit Argus aus Tempa Florida) veröffentlicht endlich ihr 4. Album 'From Fields of Fire'. Argus, benannt nach dem mythologischen Riesen Argus Panoptes, wurde 2005 gegründet und arbeitete seit zwei Jahren an neuem Material. Der letzte Longplayer „Beyond The Martyrs“ datiert immerhin auch schon auf 2013 zurück. 

Im Jahr 2015 hat sich das Lineup leicht verändert. Dave Watson hat den Platz des Gitarristen und Mitgründers Erik Johnson übernommen. Dave ist durchaus vertraut mit Argus ,da er mit der Band bei ihrem ersten Album im Studio zusammenarbeitete. Nach dem Abschied des Bassisten Andy Ramage, fragte Kevin Latchaw, Schlagzeuger und Gründer von Argus einen alten Freund, Justin Campbell, ob er für ihn einspringen wolle. Das Line Up ist nun also wieder komplett.

„From Field of Fire“ steht im Einklang mit dem letzen Album “Beyond the Martyrs“. Es scheint, dass die Herren die Kombination von Doom-Elementen mit melodischen Heavy-Metal-Sounds weiter vertieft haben. Die Grenzen sind verschoben und machen die beiden Stile noch flüssiger. Das ganze Album ist eine Ansammlung epischerTracks, welches Doom Momente und melancholische Klänge vermischt. Butch Balichs Stimme, voller Leidenschaft und Emotionen, erscheint mächtiger denn je und bringt die Melodien auf ein hohes Niveau.  Jeder Song ist wunderschön komponiert. Von der Rhythmusgitarre bis hin zu verrückten, schwindelerregenden melodischen Soli und einem allgegenwärtigen Bass. Die Struktur des Albums, die Reihenfolge der Titel wurde logisch konvergiert.  

Das Intro 'Into the Fields of Fire' erscheint als eine ruhige Einladung, von seltsam brummendem Sound hin zu akustischen Tönen. Auffällig ist, dass der Abschluß des Albums "From The Fields Of Fire", genau das Gegenteil darstellt. Akustische Töne, gefolgt von demselben Summen, das schließlich ausklingt. Jeder einzelne Song auf diesem Album ist hörenswert. "As Thousand Thieves" beinhaltet exzellente Gitarrenarbeit, „216“ beginnt wie ein typischer Doom Track mit einem heavy Bass, kommt dann aber recht einfach mit melodischem Solo.   

"You Are The Curse" ist der eingängigste Song, der sich schnell im Kopf festsetzt. Die Master-Arbeit dieses Albums ist aber definitiv „Infinite Lives, Infinite Doors“, eine 11-minütige Nummer, in dem das Quintett alles auffährt, was es kann: ein langsamer Aufbau hin zu einem bombastischen und epischen Ganzen, und um mit einem akustischen Intermezzo aufzulwarten, in dem die Intro-Sounds wiedererkannt werden .   

Der Abschluß-Song "No Right to Grieve" ist wohl die der doomigste auf diesem Album, melancholisch mit Vocals voller Emotionen, ein Gänsehauterzeuger. “From Fields of Fire' ist zweifellos ein fantastisches Album, von Anfang bis Ende, den Kauf wert. Wenn man es einmal gehört hat, legt man es immer wieder auf.