ASSIMILATION - The Laws Of Power


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10

Tracklist:

  • Sigil Of The False God
  • Decapitated By Beasts
  • Laws Of Power
  • Karmic Future
  • Mastery
  • Apotheosis
  • Remotion Of The Succubus
  • Personal Vendetta
  • S.L.D.
  • Massive Liquidation


VÖ:  17.03.2017

Label:  SAOL

Als ich mir das Album „The Laws Of Power“ zum ersten Mal angehört hatte (muß wohl während einer Autofahrt gewesen sein) dachte ich mir: „Wer zum Teufel hört heutzutage noch solch ein Geknüppel“.  Aber mit jedem neuen Durchlauf erkannte ich, welche Wirkung die 10 Abriss-Birnen beim Hörer entfalten können.

Ach ja, die Rede ist von der kanadischen Death/Thrash Band Assimilation, die hier mit ihrem ersten Vollzeitalbum alles in Grund und Boden prügeln. 2011 ursprünglich mehr als Deathgrind-Truppe beginnend, fokussierte man sich mit der ersten EP „Apotheosis“, die auf diesem Dreher auch als Bonus zu finden ist, mehr in Richtung old school Deathmetal. Es ist der Band ein Anliegen auf die vergangenen Werte lupenreiner Death Metal Bands zu verweisen und quasi auf die ganzen neuen Spielarten, die im Death Metal mittlerweile zum Tragen kommen, zu spucken.  

Wie sich das dann anhört ist einfach gesagt.  Kompromissloser, ohne viel Technik daherkommender Death, der immer mal wieder in Sachen Riffs ins Thrashige mündet. Front-Gurgler Jesse Jardine rülpst und kübelt alles aus sich raus, was sein Innenleben hergibt und die Saitenfraktion, bestehend aus Matthew Chanwey (lead guitars), Shiloh Anderson (bass) und ebenfalls Jardine (guitars) sägt sich meist in einfacher, aber beeindruckender Weise einen zurecht. Das Drumspiel von Stephan Shaw fällt für meinen Geschack ab und an, gerade bei den ersten beiden Songs „Sigil of the False God“ und „ Decapitated By Beasts“ etwas zu spartanisch aus. Hier hätte ich mir mehr Wucht gewünscht.

Diese wird aber im Verlaufe des Albums besser, gerade wenn die Band etwas das Tempo zügelt und mehr thrasht und auch mal fast in Doom-Bereiche vorstößt. „Personal Vendetta“ ist so ein Song, welcher Blutrache schwörend ins Gebälk holzt und dabei ungemein riffgewaltig schießt. Oder auch „Remotion of the Succubus“, was eine eigene Atmosphäre vorweist und überzeugt.  

Hört man „The Laws Of Power“ zu oberflächlich, wie es mir eben beim ersten Hören passiert ist, kann man leicht falsche Schlüsse ziehen. Erst wenn man sich intensiver mit den einzelnen Songs, allen voran den im Album später auftauchenden, merkt man, was die Jungs eigentlich wollen und trotz aller old schooligen Kompromisslosigkeit draufhaben. Klar, der Gesang ist nicht jedermanns Sache, aber passt gut zur Musik und rückt eigene Magenproblem in ein ganz anderes Licht.  

Assimilation sind also Verfechter der alten Death Metal Lehre und auch die Produktion lehnt sich eher an vergangene Zeiten an. Vergleichbares findet man heutzutage eher selten und Kanada hatte man in solcher Art und Weise eh nicht auf dem Schirm. Gutes Statement !

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