BLACK WIZARD - New Waste

Stoner Rock wird ja mittlerweile sehr in die Breite gezogen. Was da mittlerweile alles darunter fällt, lässt sich beinahe nicht mehr aufzählen. Auch die Musik der aus Vancouver/Kanada stammenden Black Wizard wird grob damit vom Label umschrieben.

Tatsächlich spielen die Jungs um die Bandgründer Adam Grant (vocals, guitars) und Eugene Parkomenko (drums) eine tief in den 70ern verwurzelte Mischung aus frühen Black Sabbath (viel), Thin Lizzy (weniger) und Hawkwind (selten). Ich denke auch mal, daß der Bandname Black Wizard hier doch ein wenig an Black Sabbath angelehnt ist.

„Revival“ eröffnet dann auch den Reigen im typischen Sabbath Stil mit Iommi-Gedächtnisriffs und viel düsterer Schwere. Sänger Adam kupfert dabei aber angenehm selten bei Ozzy ab, erreicht zwar auch dessen Höhen, phrasiert seine Themen aber im Nachhang viel kreischiger als der Madman himself.  Überhaupt kann man sagen, daß der Gesang durchweg positiv überrascht und manchmal zwar biestig und heiser rüberkommt, aber immer souverän songdienlich bleibt.  

„Harsh Time“ zitiert dann eher Thin Lizzy, zumindest was die Gitarrenarbeit betrifft, der Gesang liegt freilich fern von dem eines Phil Lynott. Die Songs atmen, wie erwähnt, den Muff der 70er, was auch die bewußt stumpfe Produktion belegt. Hier wird kein Dröhnen oder schräges Element retuschiert, sondern der Authenzität zuliebe einfach so belassen.  

Mal gibt man sich verspielter („Vivian Girls“), dann hardrockt man eher im Purple-Stil („Laughing and Lost“). Black Wizard variieren den Sound permanent auch währen der Songs, wobei einzelne wie „Unnecessary Evil“ und das von einem melodischen Intro („Waiting For“) eingeleitete „The Priest“ doch sehr nahe am Sabbath-Wasser schippern.  

Nennt es Stoner, wenn ihr wollt. Ich nenne es klassischen Metal, wie man ihn in den 70ern erfunden hat. Besonders eigenständig operieren Black Wizard nicht, aber gerade der harsche Gesang bringt den ein oder anderen Farbtupfer ins bekannte Spiel. Hörenswerter, angestaubter Kram !!


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