BLOOD & IRON - Voices of Eternity

 

Metal auf Indien....das muß man schon in die Tiefe gehen, um Bands aus diesem Land zu finden. Blood & Iron sind dann so eine Band, die es sich dann auch durchaus lohnt, zu entdecken.

2005 gegründet kann der Vierer mit Giles Lavery einen Sänger vorweisen, der bereits schon bei Dragonsclaw und Warlord seine Sporen verdient hat.

„Voices of Eternity“ ist das dritte Album der Inder und stark von traditionellem Metal beeiflußt, durchaus auch mit US Schlagseite.

„Eternal Rites“ lässt mit seiner leicht progressiven Ausrichtung eher Einflüsse von Iron Maiden zu Seventh Son of the Seventh Son – Zeiten vermuten. Giles Stimme ähnelt der Dickinson's zudem in manchen Momenten und auch die ruhige, balladeske Eröffnung hin zum flotten Midtempo-Stampfer bestätigt dies. Qualitativ recht ansprechend umgesetzt fehlt hier allerdings so der letzte Kick.

Überhaupt scheint man ein Faible dafür zu haben, ruhige Passagen mit hart metallischen abzuwechseln. Als Beispiel sei hier „Your Own Voice“ genannt, wo fast schon verträumte Semi-Akkustik Gitarren auf hartmelodische Riffs treffen und den Song äußerst luftig erscheinen lassen. Hardrock – u. AOR-Bands der 80er lassen grüßen.

Auch Judas Priest aus den 80ern scheint man gehört zu haben. „Ascendant“ klingt wie ein Überbleibsel aus British Steel Zeiten und Lavery performt durchaus mit seinen High Pitched Screams wie der junge Halford. Das alles allerdings ein Stufe niedriger als die Vorbilder und auch die Produktion wirkt teilweise zu altbacken und drucklos.

Versteht mich nicht falsch....“Underground Rebellion“, „Legion“ usw. sind nette Songs, in der Schnittmenge zwischen Old-School Metal und Hard Rock. Die Vocals sind alles andere als schlecht und auch die Musiker können durchaus mit vergleichbaren Bands mithalten. Aber auf die Dauer wirkt das Album zu langweilig. Die Songs bleiben nicht wirklich nachhaltig im Ohr, als Ausnahme sie hier vielleicht „Ghost of a Memory“ mit seinen sägenden Riffs und den mehrstimmigen Vocal-Parts genannt, der vorbehaltlos überzeugen kann. Auch hier wieder mit ruhigem Zwischenteil versehen.

„Path Not Taken“ hat ebenfalls seine hübschen Momente und kann mit knallharten Riffs punkten. Ebenso der Abschluß-Track „Redemption Day“mit seinem ausufernden Gitarrenpart.

Aber es fehlt eben der Schuß Genialität, welcher aus guten Songs erstklassige macht.

So bleibt mit „Voices of Eternity“ unterm Strich ein Album, welches man durchaus ohne Schmerzen hören kann, es gibt aber weitaus bessere Bands, die heutzutage auf die Old-School-Schiene setzen, von den noch existenten Originalen ganz zu schweigen.

Der geneigte Fan in Kutte kann die Band antesten und selbst entscheiden, ob ihm das Dargebotene reicht.

Mir jedenfalls nicht so wirklich und so gibt’s inklusive Exotenbonus nur 6 Coins.

 

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