BLOODBOUND - War Of Dragons


Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8,5 / 10

Tracklist:

  • A New Era Begins
  • Battle In The Sky
  • Tears Of A Dragonheart
  • War Of Dragons
  • Silver Wings
  • Stand And Fight
  • King Of Swords
  • Fallen Heroes
  • Guardians At Heaven's Gate
  • Symphony Satana
  • Starfall
  • Dragons Are Forever


VÖ: 24.02.2017

Label:  AFM Records

Schweden ist bekannt für eine Vielzahl hervorragender Metal-Bands. Ein weiteres Beispiel gefällig? Bloodbound aus der Kleinstadt Bollnäs wurde 2004 von den beiden Freunden Tomas Olsson und Fredrik Bergh gegründet. Vor allem auf der Position am Mikrophon gab es diverse Umbesetzungen. Erst mit dem Einstieg von Patrik Selleby stabilisierte sich das Lineup. Sie tourten u.a. mit Sabaton und U.D.O. durch Europa. Mit “War Of Dragons” erscheint nun das sechste Album.

Nach dem kurzen gesprochenen Intro legen Bloodbound mit “Battle In The Sky“ richtig los. Ich musste mich erst noch mal vergewissern, welches Album ich mir anhöre. Nein das sind nicht Sabaton mit Joacim Cans als neuem Sänger. Da steht tatsächlich Patrik Selleby am Mikrophon von Bloodbound. Und damit ist bereits gesagt, was den Fan beim Anhören des Albums erwartet, feinster schwedischer Power Metal irgendwo in der Schnittmenge von Sabaton, Hammerfall und Civil War. Allerdings mit nicht ganz so viel Pathos wie ihre Landsleute. Die Riffs sitzen perfekt (Beispiel “War Of Dragons”) und die gesangliche Leistung ist makellos. Die Themen der Songtexte sind eher Bereich der Mythen und Sagen angesiedelt. Für mich ist die Hymne “Silver Wings” eines der Highlights des Albums. Hier zeigen die Schweden ihr Gespür für eingängige Melodieführung gepaart mit virtuoser Gitarrenarbeit und druckvollem Schlagzeug. Bei ”King Of Swords” wird das Gaspedal richtig durchgetreten. Tempo, Melodie und Gesang erinnern mich teilweise an die frühen Jahre des NWOBHM dem eine Prise Bombast à la Hammerfall hinzugefügt wurde, während “Fallen Heroes” auch auf das letzte Sabaton-Album gepasst hätte.

“War Of Dragons” lässt sicherlich die Herzen der Power Metal Fans höherschlagen. Hier haben die Schweden alles richtiggemacht. Sicherlich haben sie das Genre nicht neu erfunden, aber sie präsentieren ihre Songs auf einem hohen Niveau. Eine Dreiviertelstunde lang wechseln sich Metal Hymnen und klassischer Heavy Metal ab. Und dabei Bloodbound gönnen sich selbst und ihren Fans keine ruhige Minute. Ich freue mich jetzt schon auf die Headliner-Show in Hamburg, bei der sie von ihren Label-Kollegen Crystal Viper und von ex-Sabaton-Gitarrist Thobbe Englund unterstützt werden.

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