BULLET - Storm of Blades

Da haben die Jungs um Brüllwürfel Hell Hofer aber mal ein amtliches Heavy Metal Brett rausgehauen. 2001 gegründet ist dies bereits das sechste Studioalbum der Stahlschmiede aus dem schwedischen Växjö. Und das wohl beste ihrer nun fast 15jährigen Geschichte.

Nach dem hymnischen Opener Uprising legt die Band mit dem Titelsong gleich so richtig los. Doppelte virtuose Gitarrenläufe und treibendes Schlagzeug prägen diesen Song. Dazu die kratzige Stimme von Hell Hofer, angesiedelt irgendwo zwischen Bon Scott und Udo Dirkschneider. Man hört die Vorbilder sehr deutlich, und doch kopieren Bullet nicht sondern gehen konsequent ihren eigenen Weg. “Riding High” startet mit melodischen Gitarren. Großartige Riffs prägen diesen sehr eingängigen Titel. Die Gitarrenfraktion kann wechselseitig ihr ganzes Können zeigen.

“Tornado” gehört zu meinen Lieblingsstücken auf dem Album. Noch eine Spur eingängiger als sein Vorgänger und trotzdem kein Stück leiser. Eine Metal-Hymne, die Live ganz sicher zum Mitsingen animiert, insbesondere beim Chorus. Bei “Hawk Eyes” braten die Gitarren voll los. Auch hier Chorusse zum Mitsingen und der Rhythmus sorgen für kollektives Banging. In der Mitte wieder ein virtuos gespieltes “Gitarren-Duell”

Sehr rhythmisch startet “This One’s For You”. Und die Gitarren halten diesen Rhythmus während der gesamten Spieldauer. Erneut ist Headbanging-Alarm angesagt. “Hammer Down” ist so ein richtiger Metal-Stampfer. Gute Gitarren-Hooks, das Schlagzeug ist bei vielen Passagen das dominierende Instrument.

Bei “It’s On” machen Bullet keine Gefangenen. Mit hoher Geschwindigkeit geht’s zu Werke. Sie erreichen zwar nicht das Tempo von Dragon Force, Manticora oder Seven Kingdoms, aber trotzdem zeigen die Gitarristen, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Bei “Crossfire” greifen Bullet noch mal ganz tief in die Power-Metal-Kiste. Was ist das für ein Hammer, melodisch einprägsam und doch voll auf die Zwölf. Eine Metal-Hymne par Excellence! Im Song “Run With The Hunted” braten wieder die Gitarren. Dazu gibt es einen großartigen Chorus, der zum Mitsingen einlädt. Und zu Haarkreiseln vor der Bühne.

Und mit einem erneut sehr eingängigen Song endet dieses Album. “Coming In Loud” vereint noch einmal alle Trademarks der Schweden. Doppelläufiges Gitarrenspiel, treibendes Schlagzeug, eingängiger Rhythmus, großartige Gitarren-Hooks und das Hofersche Reibeisen!

Diese knapp 40 Minuten sind eine Sternstunde des Heavy Metal. Mit ihren Vorbildern Accept, U.D.O. und ja auch AC/DC befinden sie sich songtechnisch und musikalisch durchaus mindestens auf Augenhöhe. Dieses Album sollte den Schweden einen Platz in der Metal-Oberliga sichern. 


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