CHAPEL OF DISEASE - The Mysterious Ways of Repetitive Art


Da sind sie wieder die Kölner Jünger der Chapel of Disease. 'The Mysterious Ways of Repetetive Art' heißt das zweite, mit sehr geilem Cover aufgemachte, Full Length-Album.

Ich persönlich konnte den Output kaum erwarten und hab mich gefreut wie Bolle, dass ich das Teil vor vielen anderen zu hören bekomme. Nach dem unheilvollen, groovigen Intro 'The mysterious Ways' geht es mit dem zunächst schnell startenden 'The Dreaming of the Flame' weiter, welches aber sofort in bösartige Doomparts ala Asphyx fällt, dies aber nur, um danach wieder volle Fahrt aufzunehmen. Sehr schön.

Der Sound schafft hier den Spagat zwischen oldschoolräudig und sauberer Moderne. Darauf bollert 'Masquerade in Red' als Bastard aus Obituary und alten Sodom mit (dank Akustikgitarre) verspieltem doomigem Break aus den Boxen. Das dieser Track über sechs Minuten geht, fällt nicht mal auf. Langeweile ist hier fehl am Platz.

Auch bei 'Lord of all Death' ist der Song sehr gut durchdacht und verarbeitet und mit einem coolen Solo gegen Ende aufgelockert. Dann fällt mir auf, dass das soeben ein Achtminüter war, der einfach so an mir vorbei gerauscht ist, ohne daß ich verschnaufen konnte.

'Symbolic Realms' startet fast schon Maidenmäßig, man erwartet beinahe cleanen Powermetalgesang. Doch nach etwas Spielerei wird los gethrasht und Sänger Laurent keift wie ein Höllenhund los. Dennoch, hier trifft Heavy Metal auf thrashigen Death, ohne gekünstelt oder kitschig zu wirken. Saubere Arbeit, das soll mal einer besser nachmachen.

'Life is But a Burning Being' kommt wieder mit der Doom/Deathkeule daher und schafft es problemlos, den Standard zu halten. Wird Zeit, dass ich die Kerle mal live zu sehen bekomme.

Zum Schluss bekommen wir nen fetten Zehnminüter zu hören. 'Of Repetitive Art' verinnerlicht alles, was das Herz begehrt. Von akustischen zu doomigen Parts, von bösem Oldschooldeath über thrashige Headbangparts, geiler Scheiss!

Chapel of Disease sind zu Recht die Band der Stunde wenn es um Deathmetal geht. Mehr bleibt mir hier nicht zu sagen. Tiptop das Paket. Geiles Cover, geiler Sound, abwechslungsreiche Songs. Punkt. Nicht nur weil ich die Kapelle eh schon ins Herz geschlossen hab gibt's 10 von 10 Coins.


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