CONVENT GUILT - Guns For Hire


Aus Australien stammen die vorliegenden Convent Guilt. Und nein...sie klingen nicht wie AC / DC, respektive Airbourne und Co. Vielmehr hat man sich dem lupenreinen Heavy Metal der älteren Sorte verschrieben. Retro-produziert schmeißt man die Songs in eine Melange aus NWOBHM-Bands der schrägeren Sorte und staubigem US Stahl.

Mit „Guns for Hire“ liegt nach einem Demo nun das erste Album vor, dessen Artwork bereits irgendwie die Richtung zeigt. Teilweise kommt der Sound bewußt dem eines Demo näher als einem im neuen Millenium produzierten Metal-Albums.  

Der Stahl wird mit staubtrockenem Basis-Riffing geschmiedet, welches sich durchaus gekonnt mit verzerrten Soli abwechselt. Der etwas nasale, in mittleren Höhen angesiedelte Gesang von Iron Belshaw wirkt manchmal so, als würde die Stimme gleich versagen. Passt aber irgendwie zur tiefst undergroundigen Stimmung und unangenehm sind die Vocals bei Laibe nicht.

So klingen die Songs angefangen beim Opener „Angels in Black Leather“ nach purer Leidenschaft nach Rock'n Roll. Raus aus dem Proberaum, rein ins Studio oder auf die Bühne, die Instrumentengurte umgeschnallt und los geht’s.  

Höllisch abwechslungsreich klingen die Lieder nicht, aber die ein oder andere Melodie, oder manch feines Solo lassen aufhorchen und man nimmt der Band irgendwie ihre Authenzität ab.

Bestes Beispiel hierfür ist „Perverse Altar“, welches gar eine leicht punkige Attitüde aufweist.

„They Took Her Away“ wiederum überrascht mit einer simplen Folk-Country Einleitung. Akkustikgitarre meets Lagerfeuer, driftet nach gut einer Minute in Gehörtes ab und endet wie es begonnen hat. Na ja, etwas verzichtbar, meiner Meinung nach.  

Großartige Sprünge macht der Rest des Albums nicht mehr. Hier und da eine nette Idee im Riffing („Desert Brat“), manches Uralt-Priest-Zitat, ab und an ein Refrain („Convict at Arms“) und erneut punkiges Flair im Abschlußtrack „Stockade“....fertig ist das Debut einer jungen, den Spirit der Vergangenheit atmenden Band.

Denjenigen, die der guten alten Zeit nachtrauern, als Priest und Maiden noch geradlinig zu Werke gingen, sicherlich als Empfehlung wert. Ob man die Jugend von heute mit dieser Art von Musik noch begeistern kann, mag ich etwas bezweifeln.

Aber darum geht es nicht. Convent Guilt ziehen ihr Old-School-Ding gnadenlos durch, pfeifen auf Anbiederungen an neue Techniken und haben ein Album eingezockt, daß auch außerhalb Australiens Staub aufwirbeln könnte. Das Album klingt nach Energie und Enthusiasmus, so daß man manchen Spielfehler und danebenliegende Gesangslinie gerne verzeiht. 


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