CRISIX - From Blue To Black

Meine Fresse, was gibt’s momentan fast täglich Bands zu vermelden, von denen man noch nichts gehört hat vorher, die aber absolut aufhochen lassen.

Crisix sind so eine Band, die zwar schon zwei Alben veröffentlicht haben, aber seien wir ehrlich....kennt die jemand ? Nun gut, Fakt ist, mit „From Blue to Black“ erscheint der Tage nun das dritte Album der Spanier.

Gegründet 2008 gewannen Crisix einmal den Wacken Metal Battle (2009). Was das für Vorteile hat für eine Band, weiß ich nicht. Aber wenn's darum geht, einen guten Plattendeal zu ergattern, haben es Crisix bei Listenable Records voerst mal geschaft.

Was gibt’s zu hören ? Nun ja, pfeilschnellen, teils chaotischen Thrash Metal, der einem die Lederhosen aufbläst. „Conspiranoia“ eröffnet den Reigen mit giftigem, rech hohen Gesang, oft hysterisch und hektisch präsentiert, gepaart mit sehr technischen Sounds.

Ab „Jouney through the Fire“ operiert die Band aus Barcelona auch mit Gangshouts, was so ein bisschen Straßenköter-Flair verursacht und leicht ins Punkige abdriftet. Allerdings spielen die Jungs gute Riffs, die auch mal das Tempo bremsen.

Daß Crisix kein Freund der Knigge sind, beweist einmal mehr ein Songtitel wie „G.M.M. (The Great Metal Motherfucker)“, der genau das hält, was er verspricht. Harte Thrash Riffs, viel Becken im Drumspiel, perverser Shoutgesang von Juli Bazooka, erneut die angesprochenen Gangshouts, sowie Hochgeschwindigkeit inklusive Wah-Wah verzerrtem Gitarrensolo.

Um nicht zu eintönig zu werden, versuchen Crisix im Verlaufe des Albums moderatere Töne mit einzubauen. So gibt’s beispielsweise im Titelsong trotz schnellem Geballer und frickeligem Beginn auch groovigere Momente und ein Break im Song lässt's gar ruhiger werden. Auch hier nutzt man im Gitarrensolo wieder das Wah Wah als Effekt.  

Aber keine Angst, zu eingängig wird es nie. Auch wenn ein „Psycho Crisix World“ eher ein straight forward Thrasher ist, der ziemlisch swingend und irgendwie lustig beginnt, spacige Geräusche offenbart und zwingende Gitarrenthemen aufnimmt.  

In Hektik brechen Crisix oft genug aus, wie bei „Strange“, bei dem man sich ein zwischenzeitliches „Fuck“ nicht verkneifen kann. Aus dem Rahmen fällt das letzte Stück „Fallen“. Eher halbschnell, rhythmischer mit ausgiebigen Gitarrenpassagen begeht man den 7-Minüter, der durch Akkustik-Break und mehr Melodien den Hörer bei Stange hält.

„From Blue to Black“ ist ein permanenter High Speed-Thrash Bastard, der für den Otto-Normal-Thrasher durchaus zu heftig sein kann. Man muß schon mit Schnelligkeit und hektischen Sounds gut können, um an Crisix Gefallen zu finden. Technisch versiert sind die Jungs aus Spanien allemal und versuchen durchaus mit verschiedenen Songideen das Album variabel zu gestalten. Oft ballern sie hier aber alles weg. Gutes Futter, für diejenigen, die ab und zu eine Tracht Prügel brauchen.


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