CUT UP - Wherever They May Rot


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10


Tracklist:

  • From Ear To Ear
  • Necrophagic Madness
  • Behead The Dead
  • Wherever They May Rot
  • Vermin Funeral
  • By Hatred Bound
  • Psychosurgery
  • In The Aftermath
  • Master Dissector
  • Cranium Crusher
  • Raped By The Blade


VÖ:  24.03.2017

Label:  Metal Blade Records

Wenn ich zum Metzger gehe, möchte ich meinen Aufschnitt möglichst frisch. Angeranzte Sachen können mir gestohlen bleiben. Genauso ist es in der Musik. Egal welche Richtung, die Musik muß frisch sein und nicht ewig abgehangen. Cut Up ist so eine Band wie frischer Aufschnitt. Schmeckt fantastisch, schneidet alles in Scheiben und lässt ein Erlebnis zurück.

Cut Up aus Schweden legen nach ihrem 2015er Debut „Forensic Nightmares“, welches durch die Bank fantastische Kritiken einfuhr, jetzt bereits mit dem Follow Up, „Wherever They May Rot“ nach. Albumtitel, Coverartwork, Songtitel....alles deutet bereits auf eine weitere Schlachtplatte hin, die dem Death-Metal-Gourmet reichhaltig belegt munden sollte. Die Band wurde erst 2014 gegründet, aus den Aschen von Vomitory. Kein Wunder,  spielen die Schweden äußerst souverän und musikalisch hochwertigen Death-Metal, der meist in schnellerer Gangart auftrumpft und sowohl von Speed und Technik her etwas an die Holländer Bodyfarm erinnert und eben ein klein wenig an Vomitory.  

Die Growls teilen sich Erik Rundqvist (bass) und Andreas Björnson (guitars), wobei nicht sonderlich auffällt, daß hier zwei Leute für den Gesang verantwortlich sind. Die Growls sind auch teilweise verständlich und nicht so tief gehalten, daß man vor lauter Röcheln nichts versteht. Natürlich ist hier keine Innovation zu erwarten, aber es passt. Die Tatsache, daß man mit zwei Gitarristen unterwegs ist, macht sich im Sound positiv bemerkbar. Technisch ansprechend ballert man eine Death-Metal Hookline nach der anderen raus und sorgt so für plattwalzenden Groove.  

Im Prinzip verwenden alle 11 Songs das gleiche Prinzip. Schnelles Geknüppel wandert in einen groovigen Gitarrenrhythmus, der wuchtig ranklotzt und die Sänger growlen und shouten sich dazu einen ab. So kommt es, daß jeder Song förmlich zur gereckten Faust animiert, aber die große Abwechslung außen vor bleibt. Am ehesten von der Norm abweichend ist noch der Titelsong „Wherever They May Rot“ und die mit Doom-Part beginnende Abschluß-Nummer „Raped By The Blade“.  

Alle.....der Metzger und die Konsumenten bekommen 40 Minuten lang feinstes mit Gore-Konzept ausgestattetes Gehacktes, wo jeder Song ähnlich aufgebaut ist, aber dadurch auch kontinuierlich überzeugt. Abriss folgt auf Abriss, egal ob Unappetitliches wie „Behead The Dead“, dem kranken Geist gewidmetes wie „Psychosurgery“ oder der Eingangs-Aufschlitzer „From Ear To Ear“. Brutale Geschosse, die den Feind erkennen und gnadenlos ausmerzen.  

Cut Up bestätigen mit „Wherever They May Rot“ die Klasse ihres Debuts und brettern wie aus einem Guss. Sicherlich eines der Death Metal Highlights dieses Jahres.  

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