CYCLOPHONIA - Impact is Imminent

 

Nach der Gründung 1997 als Metal-Coverband und Gegenbewegung zu Grunge und der Auflösung nur zwei Jahre später, tat man sich 2008 wieder zusammen und veröffentlichte 2012 das erste und bisher einzige Album „Impact is Imminent“.

Ausgestattet mit zwei Gitarristen und, etwas ungewöhnlich, zwei hauptamtlichen Sängern, die beide mit melodischem Klargesang aufwarten, hat man es sich zur Aufgabe gemacht, den Unmengen von Power- und klassischen Metalbands Konkurrenz zu machen. Dabei orientieren sich die Norweger an Bands wie Helloween, (alten) Manowar oder Riot ohne allerdings deren Klasse zu erreichen.

Zwar ist das Album kein Totalausfall, aber zu einem gutklassigen Album reicht es eben auch nicht. 08/15 Riffs, dazu passendes Drumming mit viel Doublebass, zwei Sänger die versuchen, wie eine Mischung aus Kai Hansen und Eric Adams zu klingen und ein Sci-Fi-artiges Cover auf dem nichtidentifizierbare Maschinen einen Planeten angreifen.

,Mehr Klischee geht fast gar nicht. Hinzu kommt, dass die Produktion etwas dünn ist und die Instrumente nicht so recht zur Geltung kommen (können). Einen Titel mit Hitpotenzial konnte ich auch bei mehrmaligem Hören nicht ausmachen, und Melodien die einem im Gedächtnis haften bleiben gab es auch nicht wirklich.

Insgesamt hat mich das Album nicht wirklich vom Hocker gerissen, man kann es sich gut für zwischendurch anhören, aber man bekommt nicht unbedingt den Drang den Repeat-Knopf zu drücken. Um sich von der grauen Masse der unzähligen Powermetalbands abzuheben, bedarf es eben etwas mehr, als nur seine musikalischen Vorbilder nachzuahmen, auch wenn es spieltechnisch nichts zu bemängeln gibt.  

Als kurzes Zwischenspiel (Laufzeit etwa 35 Minuten) auf einer Metalfete ist „Impact is Imminent“ aber trotzdem eine ganz passable Option.

 

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