DANKO JONES - Wild Cat



Autor:  MC Lucius

Bewertung:  7,5 / 10

Tracklist:

  • I Gotta Rock
  • My Little RnR
  • Going Out Tonight
  • You Are My Woman
  • Do This Every Night
  • Let's Start Dancing
  • Wild Cat
  • She Likes It
  • Success In Bed
  • Diamond Lady
  • Revolution (But Them We Make Love)


VÖ:  03.03.2017

Label:  AFM Records

Wenn ich richtig mitgezählt habe, dann ist es bereits das zehnte Studioalbum, welches Danko Jones in diesen Tagen vorlegen. "Wild Cat" ist die neue Scheibe benannt und das Trio aus Toronto, Ontario, Kanada setzt musikalisch genau das um, was man sich unter einem solchen Titel erwarten kann. Zeitgenössischer Rock'n'Roll ist angesagt. Das verraten schon allein die Titel der Stücke. "I Gotta Rock", "My Little RnR", "Let's Start Dancing" - ganz klar, die Songs kennen nur eine Richtung, nämlich straight ahead. Spaß haben, das scheint nicht nur die Maxime von Danko und seinen beiden Mitsreitern John Calabrese und Rich Knox zu sein, wenn es um die Musik geht. Auch in den Texten versucht man nicht irgendwelche Probleme zu lösen und das Innere nach Außen zu kehren. "Party On" heißt die Vorgabe und diese wird hundertprozentig erfüllt.

Experimente sind verpönt, Extravaganzen von vornherein ausgeschlossen. Danko Jones und ihr Produzent Eric Ratz wissen, wo ihre Stärken liegen. Satte Rock Riffs, ein grundsolides Fundament, kräftige, manchmal geradezu rausgerotzte Vocals. So klingt ehrlicher down-to-earth Rock, der nicht einmal im Ansatz versucht, jemals etwas anderes zu sein.

Naturgemäß rauschen die Songs nur so an einem vorbei, XXL Stücke gehören nicht zum Gusto der 1996 gegründeten Formation. Dafür darf es inhaltlich aber auch schonmal augenzwinkernd zugehen, wie ein Titel wie "Success In Bed" verdeutlicht. So what? Alles richtig gemacht.

"Wild Cat" ist Musik, die man vortrefflich beim Auto fahren hören kann. Dabei verleitet sie natürlich auch dazu, das Gaspedal bis zum Anschlag zu treten, denn leise Töne oder gar langsame Stücke spart man sich gänzlich. Das ist Musik zum abfeiern, die direkt in die Beine geht.

Der rauhe Charme der Platte spricht für sich. Abgeschliffen, rund und kantenlos produziert würde auch ganz und gar nicht zur Band und dieser Scheibe passen. Das alles ist grundsolide und ansprechend. Ein wenig "über-den-Tellerrand-schauen" könnte aber auch für Danko Jones durchaus mal die ein oder andere neue Facette bereit halten.

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