DAWN OF ETERNITY - Guilty

  

Der Vierer aus Franken veröffentlichte nach der 2009er EP im Februar 2014 das Debüt-Album “Guilty”. Nach dem Wechsel zu NRT Records wurde im November eine Deluxe-Edition nachgeschoben. “Wenn Engelsstimmen auf des Teufels Musikanten treffen” steht in der Band-Biographie des Labels. Das kann man voll unterstreichen!

Mit “Ego” startet das Album zunächst ruhig und fast besinnlich mit Sara Seubert’s engelsgleicher Stimme, bevor man mit bratenden Gitarren und heftigen Growls auf den Boden der Metal-Realität zurückgeholt wird. Und Sara’s Stimme mutiert zu einer kraftvollen Rockstimme. Das nachfolgende „Goodbye” erhöht noch mal das Tempo. Gitarrenwände und Double Bass Attacken, die variationsreiche Stimme der Sängerin und dezent eingesetzte Growls sind die prägenden Elemente des Albums. Stimmlich bewegt sich die Sängerin zwischen geradlinigen Rock- und leicht opernmäßig angehauchten Gesangslinien. Großartige Gitarrenriffs kann man in „Amoticure” hören. Herausragend ist der Titelsong „Guilty” – sehr rhythmisch arrangiert, das regt zum mitbängen an.

Es gibt auch besinnliche Momente auf dem Album. In “Emoticons” wechseln sich akustische Passagen (nur Gitarre, dezentes Schlagzeug und Elfengesang) und harte Metal Riffs ab. „Fire” ist eine wunderschöne Akustik-Ballade. Genau das Richtige um die Augen zu schließen und zu träumen. Bevor dann erneut der Sturm („The Storm”) losbricht. Kurz vor Schluss sorgt die Ballade „London“ erneut für einen Ruhepol.    Ein sehr gut gemachtes Album mit 16 starken Songs. Was fehlt ist ein Song mit echtem Hitpotential. Und viele Melodiebögen und Gesangslinien erscheinen erstaunlich vertraut. Dies ist sicherlich kein Meilenstein des Melodic Heavy Metal aber auf jeden Fall ein mehr als solides Erstlingswerk! 


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