DE LA MUERTE - De La Muerte

 

Und noch eine Melodic Metal Band aus Italien. Gibt’s da noch nicht genug, möchte man meinen. Aber De La Muerte gehen einen durchaus eigenständigen Weg. Im März erscheint nun das selbstbetitelte Debut-Album

Inspiriert wurde das Album durch den “Nuestra Señora de la Santa Muerte" Kult. Santa Muerte ist eine magisch-religiöse Figur, die vor allem um Liebe, Glück, Schutz, Gesundheit oder die Wiedererlangung verlorener Dinge angerufen und als weibliche Figur dargestellt wird. (Quelle: Wikipedia). Unklar ist, ob es sich um ein christliche Heilige  oder eine Figur der Schwarzen Magie handelt. Das De La Muerte Projekt wurde Anfang 2104 von einigen der erfahrensten und technisch versiertesten Vertretern der italienischen Melodic Metal Szene aus der Taufe gehoben. Intention war es Heavy Metal und Hardrock zu mischen, erweitert um progressive und Southern Rock Elemente.

Das Intro “Tequila Funeral” startet zunächst ruhig, mit fast jahrmarktartiger Melodie. Man hört den Wind pfeifen. Gegen Ende wird es  kraftvollen balladesk. Und dann geht’s  mit  “Fallen Angel”so richtig los. druckvoller melodischer Metal. Das Schlagzeugt treibt vorwärts, man wunderschöne Gitarren-Melodien. Der Sound ist nicht so klebrig, wie man ihn bei italienischem Power Metal erwarten würde. Der Gesang ist klar, abwechslungsreich und hat aber durchaus seine Ecken und Kanten. So hört man z.B. in “Silver Bullet” abwechselnd harsche aber auch opernartige Gesangspassagen. Eine Klasse-Leistung von Sänger Gianluca Mastrangelo. In dem Song wird ein Mann besungen der von einer Vampirin geküsst werden will, und dem es egal ist, ob er dabei selbst zum Vampir wird. 

Die'n'Roll” ist eine astreine Rock’n Roll-Nummer ohne viel Firlefanz, wie es auch auf dem gesamten Album kaum Bombast-Einlagen gibt. Angenehm fällt auf, das rockige und melodiöse Gitarrenmelodien den Sound bestimmen. Keyboardteppiche sucht man vergebens! Und die Texte drehen sich zum großen Teil um Tod, Sterben, Liebe, körperliche und seelische Schmerzen.  Auch für ruhige Abschnitte ist gesorgt, so z.B. in der Power-Ballade “I’m Not A Legend”.

Ein weiterer Anspieltipp ist  “Malaguegna Salerosa”, die Cover-Version eines populären mexikanischen Liedes, in der ein Mann ein Mädchen von Malaga anbetet, aber fürchtet, dass er wegen seiner Armut abgewiesen wird. Nach dem Stampfer “I’m Alive!” klingt das Album mit der Power-Ballade “Sorrow” besinnlich aus.  

De La Muerte sind auf gar keinen Fall der fünfte Rhapsody-Aufguss. Das ist modern interpretierter Hardrock mit Heavy Metal Einsprengseln. Mir persönlich gefällt dies sogar besser als der glattgebügelte Sound ihrer Landsleute mit dem großen Namen!

Ich bin jetzt schon gespannt auf die nächsten Veröffentlichungen!


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