DEAD CITY RUINS - Dead City Ruins

Die Retro-Welle ebbt einfach nicht ab. Auch die Aussies von Dead City Ruins sind auf diese Welle aufgesprungen. Auf ihrem zweiten, selbstbetitelten Album spielen sie klassischen Hardrock der 70er/80er Jahre.

Doch angestaubt klingt das Album glücklicherweise nicht, sondern frisch und knackig. Das Album startet mit „Happenzella“, einem klassischen Südstaatenrocker à la Lynyrd Skynyrd, nur besser. Westernfeeling pur.

„Til Death“ klingt dann eher wie alte Sabbath, was sich auch im Gesang niederschlägt. Sänger Jake Wiffen klingt genau wie der junge Ozzy und Thomas Cain und Sean Blanchard hauen haufenweise Iommi-artige Riffs raus. Herrlich.

Der nächste Titel erinnert in erster Linie nur vom Namen her an Black Sabbath, denn „D.I.B.“ klingt eher nach Purple oder Rainbow. Im Mittelteil wird es leicht progressiv durch einen Who-artigen Instrumentalpart.

Mit „Hurt“ folgt der erste etwas schwächere Song. Er tut zwar nicht weh, aber richtig überzeugen kann er auch nicht. Prädikat solide.

Etwas härter geht „Shot Through“ zur Sache. Die Riffs gehen schon in Richtung Motörhead von der Härte und Schnelligkeit her und Jake hetzt ziemlich durch den Text. Dadurch versteht man zwar nicht viel, aber passend ist der Gesang schon für diesen Titel.

„Blue Bastard“ ist dann wieder gemäßigter, kommt aber auch nicht über ein durchschnittliches Niveau. Technisch gut gemacht, aber nichts wirklich Weltbewegendes.

Mit „Broken Bones“ wird das Niveau wieder etwas angezogen. Knackige Riffs, kerniger Gesang und gute Soli fügen sich gekonnt zusammen.

Es folgt eine Hommage an den wohl größten Sänger der Rockgeschichte. Typische Dio-Riffs sorgen für eine wohlige Grundstimmung, allerdings passt der Gesang, der erneut stark nach Ozzy klingt, nicht ganz zum gewollten Tribut. Trotzdem ist „Dio“ noch ein ganz gut gelungener Tribut und besser als manch andere Versuche einiger Rockkollegen.

Den krönenden Abschluss bildet der Longtrack „Bloody Tools“ mit einer Spiellänge von fast zehn Minuten. Ein Akustikintro mit Harmoniegesängen, gefolgt von harten Riffs und starken Soli. Starker Rausschmeißer.

Insgesamt ist Dead City Ruins ein ordentlicher Nachfolger zu „Midnight Killer“ gelungen, der zwar nicht ganz an die Qualität des Erstlings herankommt, aber dennoch mehr als hörenswert ist.


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