DEADHEADS - Loadead

Den Deadheads aus Göteborg ist mit ihrem Debutalbum ein gehöriges Ausrufezeichen gelungen. Nicht nur wegen dem genauso einfachen wie ungewöhnlichen Albumtitel („This is Deadheads First Album – it includes Electric Guitars“), sondern auch wegen dem High Level Energy Rock, überschlug sich die Presse beinahe vor Begeisterung.

Jetzt, nur ein halbes Jahr später, steht mit „Loadead“ schon der Nachfolger an. Und auch hier präsentiert man Classic Rock der alten Schule, der sofort in die Füße geht. Geradlinig und ohne große Schnörkel gehen die Deadheads in die Vollen. Dies liegt hauptsächlich daran, daß sämtliche Titel gerade mal knapp an der 3-Minuten-Grenze knabbern, einige liegen deutlich drunter. Da ist kein Raum für Breaks oder große Schlenker ins musikalische Abseits.

Manne Oleander, Sänger und Gitarrist, besitzt eine gute, recht rauhe Rock'n Roll Stimme, die mehr als einmal an Robert Plant erinnert. Musikalische Tendenzen in Richtung Led Zeppelin, aber auch Status Quo in frühen Jahren, alte Whitesnake und manche leichte AC DC Rhythmen finden genauso im Sound von Deadheads statt, wie ein oftmals begleitend draufloshämmerndes Bar-Piano. Wer dieses Instrument bedient, ist leider nicht überliefert.

Songs wie „Shine On“, „Let Loose the Fool“, „Blood Runs Out“ oder „What's True“ ähneln sich allesamt auf gewisse Weise, ohne dabei zu langweilen. Eben gut gemachter, erdiger, teilweise mit Boogey-Elementen aufgefrischter Rock'n Roll.

Ausnahmen bilden lediglich das langsamere „Empty Howles“, das leicht unheimliche „The Horror“ und der letzte Song „UPC“.  Dieser letzte Song hat es dann wirklich in sich und sprengt schon alleine wegen der Länge von 7 ½ Minuten den eigentlichen Deadheads-Rahmen. Wahnsinn wie viel Gefühl und Esprit die Band, allen voran Manne Oleander, in diesen Song legt. Der Song nimmt dramatische Wandlungen und spätestens die in die Länge gezogenen Schreie im Refrain erzeugen eine wohlige Gänsehaut. Vergleichbares fällt einem nur mit ganz großen Songs ein („Stairway to Heaven“ beispielsweise !). Ganz großes Rock'n Roll Gefühlskino -hier ist den Deadheads wahrlich ein Übersong gelungen.  

Auch wenn dieser Song dann das vorher Gehörte etwas in den Schatten stellt, kann man den Dreher von vorne bis hinten bedenkenlos empfehlen. Qualitativ ist die Band sehr weit und lässt ähnlich geartete „neue“ Bands alt aussehen.  

Dies ist Deadheads  zweites Album – und es beinhaltet „UPC“.  Cheerz Leute !!


Bewertung:

Kommentare: