DEGIAL - Savage Mutiny

Als ich das Coverartwork des „Savage Mutiny“ Albums der Schweden Degial zum ersten Mal sah, dachte ich unweigerlich an Watain. Und Watain's Erik Danielsson hatte dann bei diesem Artwork auch seine Finger im Spiel.

Degial's Musik ist aber nicht mit Watain vergleichbar, obwohl deren Death Metal auch tief schwarzmetallisch glänzt und das ein oder andere Black Metal Zitat durchaus vorhanden ist.  

Vielmehr aber musizieren Degial in den Abgründen des derben, ultrabrutalen Death Metal. „Savage Mutiny“ ist das zweite Album und die vorangegangenen Einflüsse von Morbid Angel sind nur noch ansatzweise vorhanden. Wer also Melodien oder technische Finessen sucht, ist bei Degial garantiert verkehrt. Schaut euch nur mal die aktuellen Bandfotos an und ihr wisst, wohin der Hase läuft. Blut und Gedärm everywhere und hier bleibt kein Nerv auf dem anderen.

Und so zerschmettern Degial dann auch alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Beginnt „Doomgape“ noch...ja....doomig knarzend, bläst einen kurze Zeit später der alles zermalmende Sound, die brutalen Growls und die zerfahrenen, disharmonischen Gitarren weg. Black-Death Geschepper der ultrahärtesten Sorte.

So geht es munter weiter. „Savage Mutiny“ feuert mit hämmernden Drums, heiserem Gegrowle und schnellem Abgehpart mit Inferno-Gitarren alles in Grund und Boden. Es knarz, es scheppert....Rumms !!

Der mit Abstand eingängigste Song, obwohl diese Bezeichnung weit übertrieben ist, befindet sich in der Mitte des Albums mit „Pallor“. Auch hier wieder ein doomiger Einstieg, rumpelige Gitarren und Black-Metal Gekeife. Aber der Song wirkt etwas rhythmischer, musikalischer und beherbergt zudem ein cooles Drumming. Für mich der beste Song des mit nur 35 Minuten recht kurzen Albums.  

Ansonsten gibt’s keine Gnade. Hier und da erinnern die Vocals etwas an Possessed. Bei „Revenants“ eröffnet man gar mit Motörhead Geknarze und vereint schiefe Töne mit unverständlichen Growls. Aber auch hier operieren Degial etwas rhythmusorientierter.  

„Uncoiling Chaos“, „Deathsiege“ und das mit Marschrhythmen aufwartende „Transgression“...alles nichts für Schöngeister und ein gehöriger Death-Metal Tritt in den verweichlichten Arsch. Höllen-Vocals, Disharmonie überall und Gitarreninfernos gibt es wie bei „Sanguine Thirst“ reichlich.  

Kuzum, das neue Degial Album kennt keine Kompromisse und gehört mit zum derbsten, was in letzter Zeit im (Black-)Death-Sektor veröffentlicht wurde. Aber man kann der Band attestieren, daß sie in diesem Bereich Maßstäbe setzt und Genre-Fans sicherlich zu Huldigungen ansetzen werden.  Wer's ultrabrutal braucht, kommt an Degial zur Zeit nicht vorbei. 


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