DESTRUCTOR - Back in Bondage


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8,5 / 10


Tracklist:

  • Fight
  • Final Solution
  • G-Force
  • N.B.K.
  • Pompeii
  • Powerslave
  • The Shedding of Blood and Tears
  • Tornado
  • Triangle


VÖ:  26.02.2016

Label:  Pure Steel Records

Kennt noch jemand die Exciter Alben der End-90er mit Jaques Belanger an den Vocals („The Dark Command“, „Blood of Tyrants“) ? Gut, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie das eigentlich zweite Album von Destructor, „Back in Bondage“, klingt. Destructor ist eine Speed-/Thrash Band aus Ohio, welche 1985 mit „Maximum Overdose“ einen echten Klassiker ablieferte. Leider kam danach eine zeitlang nichts mehr, da Bassist Dave Holocaust tragischerweise ermordet wurde und Destructor dadurch zum Erliegen kam. Doch auch das zweite Album liefert eine gekonnt brachiale Mischung aus Speed-u. Thrashmetal, welche durch oberamtliches Riffing aufhorchen lässt. Die Gitarren sägen von Beginn an, wenn „Fight“ den Albumreigen eröffnet. Sänger Dave Overkill ähnelt dem des angesprochenen Jaques Belanger auch ziemlich, so daß die Paralellen zu Exciter meiner Meinung nach durchaus gegeben sind.

Die Songs zünden fast durchgehend kompromisslos ins Gebälk. Egal ob Smasher wie „Final Solution“, „G-Force“ oder das wie ein Wirbelwind furios thrashende „Tornado“. Allesamt richtig knallende Speed-Thrash Hymnen erster Güte. Da wird nichts überfrachtet oder ausufernd überladen, es wird einfach munter drauflos gespielt. Ein Umstand, der schon 1985 „Maximum Overdose“ auszeichnete und dadurch mittlerweile zum Meilenstein machte.

Einzig das über 9 Minuten lange Epos „The Shedding of Blood and Tears“ fällt auf dem Album aus dem Rahmen. Hier versucht sich die Band wahrlich an verschiedenen Tempi-Wechseln, balladeskem Gesang, gepaart mit Powermetal-Vibes. Ungewöhnlich für Destructor, aber nicht schlecht umgesetzt. Auch wirkt der Song nicht zu lang, so daß man im Songwriting doch so Einiges richtig gemacht hat. Man kann den Titel aber trotzdem als Ausreißer bezeichnen.

Was soll's, es überwiegen die harten Sachen, die bei vielen Songs auch die 6 Minuten Marke überschreiten. Dies zeugt von Spielwitz und Überzeugung der eigenen Songs. Durch die permanente Power, die Destructor erzeugen ergeben sich fast keine Längen, so daß es nicht immer kurzen Stücken braucht, um tolle Thrash-Songs zu spielen.  

Alles in allem ein tolles Album, mit dem Destructor hier aufwarten und auch völlig geeignet für die Fans der KIT, Headbangers Open Air Klasse. So muß Speed-/Thrash klingen und neben Exciter beweisen Destructor, welch immense Wucht solche Musik doch hat. Fantastisch !!

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