DEVILDRIVER - Trust No One


Autor:  Aggelos Bonfire

Bewertung:  6 / 10  


Tracklist:

  • Testimony Of Truth
  • Bad Deeds
  • My Night Sky
  • This Deception
  • Above It All
  • Daybreak
  • Trust No One
  • Feeling Un-God-Ly
  • Retribution
  • For What It's Worth
  • House Divided
  • Evil On Swift Wings


VÖ: 13.05.2016

Label:  Napalm Records

Nach einer kurzen Pause aufgrund der Re-Aktivierung von Coal Chamber kehrt die Hauptband von Dez Fafara mit dem siebten Inline-Studioalbum betitelt "Trust No One" zurück. Obwohl der erste Eindruck, den man von dem zugegebenermaßen grotesken Artwork erhält, nicht der beste ist (wenn man über eine Band mit gleichartigen Aufnahmen über dreizehn Jahre spricht, mit Alben, die weit über dem Durchschnitt liegen), ist ein solches Versagen leicht zu vergeben, wenn der Inhalt der Scheibe auf dem Niveau ist, das wir gewohnt sind.

Ausgehend von der ersten Hörprobe, die zu vernehmen war, ist die Single "Daybreak" ein idealer Opener. Einer der bemerkenswertesten Momente des Albums, aber zum Glück nicht der beste.   So offenbart sich der Devildriver-Stil wieder einmal, vermischt mit einigen Coal Chamber-Feelings, aber dieses Mal nicht so intensiv. All dies erschafft eine explosive Mischung aus groovigem Metal, mit Songs wie "Testimony of Truth", "My Night Sky" oder dem melodischen Titeltrack, während der Rest der Band, trotz der Änderungen welche die Bandmitglieder betreffen, vorbidlich spielt, um das Interesse des Zuhörers intakt zu halten, trotz aller kompositorischen Höhen und Tiefen.  

Doch egal wie gut die Schwächen kaschiert werden, sie hören nicht auf zu existieren. Sicherlich, man erwartet nicht, dass Devildriver sich radikal rundereneuert präsentieren, aber das Recycling von einigen Ideen hier und da bremst die Veränderungen auch in dieser neuen Version der Band.   Gleichzeitig ist die Leistung von Dez Fafara, obwohl er sich perfekt für den Klang des Albums eignet,  angepisst und aggressiv, manchmal zu monoton und sucht nach einem flexibleren Ansatz, um die Tugenden seiner Voice-Linien im Spektrum des gesamten Albums zu entfalten.  

Alles in allem ist Devildrivers neues Werk ein weiterer bemerkenswerter Release im Metalcore-Bereich, welches trotz einiger Pathogene, die in den vergangenen Jahren in dieser Gattung Musik präsentiert wurden, ein hohes Qualitätsniveau beinhaltet sie nach der Unsicherheit der letzten Jahre wieder mehr in den Vordergrund rückt.

Also, wenn man ein beinharter Fan von Devildriver ist, dann wird man ihre Reformation und ihre neue Anstrengung "Trust No One" genießen. Aber andererseits, wenn man bisher noch kein Fan war, dann ist dieses Album vielleicht nicht das beste, um mit Devildriver zu beginnen ...