DIMENSION - Revolution


Sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Ego“ melden sich die Mexikaner Dimension mit „Revolution“, einem Doppelalbum mit fast 90 Minuten Spielzeit, eindrucksvoll zurück. Geboten wird klassischer Prog-Metal mit verschachteltem Songaufbau, guten Melodiebögen und viel Gefrickel.

Die Songs bewegen sich irgendwo zwischen Dream Theater und Symphony X, wobei erstere am ehesten als Referenz herangezogen werden können. Doch vermeiden es Dimension, jene Bands einfach nur zu kopieren, sondern geben ihrer Musik einen eigenen individuellen Touch, was sich vor allem beim Intro zu „The waltz of death“ oder den eher genreuntypischen Refrains zeigt. Spieltechnisch sind die Mexikaner, wie eigentlich fast alle ihrer Genrekollegen, hervorragend bis genial, und so scheuen sie sich auch nicht mit „Eleanor Rigby“ einen Beatles-Klassiker zu covern. Da ich allerdings mit den Beatles relativ wenig am Hut habe, kann ich leider nicht beurteilen, ob das Cover gelungen ist oder nicht. Das gleiche gilt auch für das Led Zeppelin-Cover „Immigrant song“.

Besonders hervorzuheben ist noch der mit knapp 20 Minuten längste Song „War dream“, der im Mittel- und Schlussteil mit genialen Gitarren- und Keyboardsoli aufwartet und insgesamt eine richtige Mammutkomposition ist (nicht nur aufgrund der Länge), die auch beim hundertsten Hören noch Überraschungen und bisher ungehörte Details bietet.

Das Cover ist mit weißem Hintergrund, einer Schreibfeder und wahlweise einiger roter Tinten- oder Blutflecken recht schlicht gehalten und kann als intellektuelle Revolution gedeutet werden.

Insgesamt ist „Revolution“ ein sehr gutes Album, für das man sich allerdings viel Zeit nehmen muss, um es richtig genießen und verstehen zu können. Eben so, wie ein gutes Prog-Album sein sollte.


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