DIVINE ASCENSION - Liberator


Australien + harte Rock- bzw. Metalmusik= AC/DC bzw. Airbourne? Dass diese Gleichung nicht immer aufgeht, bewiesen Divine Ascension mit ihrem zweiten Album „Liberator“. Denn die Aussies spielen  eine Mischung aus Power- und Symphonic Metal. Hart, melodisch und mit starker Sängerin.

Und mit „Dawn Brings No Mercy“ legen die Australier gleich mit Vollgas los. Es wird Riff an Riff gereiht und immer wieder orchestrale Arrangements sowie gemäßigte, fast schon balladeske Parts eingestreut.

„Stronger“ wird mit einer kurzen Orgelsequenz eingeleitet, bevor auch hier Vollgas gegeben wird, zumindest bis der Gesang einsetzt. Divine Ascension erinnern hier ein wenig an Evanescence, sowohl musikalisch als auch vom Gesang her. Viele Tempowechsel sorgen ebenfalls für Abwechslung.

Auch der Titelsong erinnert im Refrain an Evanescence, wenngleich er wesentlich härter gespielt ist. Gute Melodien sorgen dabei für ebensolche Laune. Ein Song, der live sicher für Stimmung sorgen wird.

Streicher und Pianoklänge, beide am Keyboard generiert, leiten „My Contender Lies“ stimmungsvoll ein. Mit einsetzender Gitarre steigert sich der Song zu einer klassischen Rockhymne, allerdings ohne Mitsingrefrain.

Mit „Sorrow’s Sacrifice“ gibt es die erste (Halb)Ballade, die vor allem mit gefühlvollem Gitarrenspiel und mehrstimmigem Gesang im Refrain überzeugt.

„Crystal Tears“ ist ein Hybrid aus eher ruhiger Strophe und hartmetallischem Refrain, was für eine gewisse Abwechslung sorgt und dem Hörer die Gelegenheit gibt, richtig in die Musik einzutauchen.

„Machine“ schlägt in die gleiche Kerbe wie sein Vorgänger und wartet darüberhinaus noch mit orchestralen Arrangements und gutem Keyboardspiel auf.

Die zweite Ballade „Red Sky“ ist im Gegensatz zur ersten eher pianodominiert und gibt Sängerin Jennifer Borg (hoffentlich nicht verwandt mit Andy;-) die Möglichkeit ihre ganze sängerische Klasse unter Beweis zu stellen. Zum Ende des Songs kommen dann doch noch Gitarre und Schlagzeug zum Einsatz und sorgen für ein melancholisches Finale.

Mit „The Final Stand“ und “Hideaway” wird das Tempo wieder angezogen und dem klassischen Powermetal gefröhnt. Gitarrist Robb Inglis steuert ein geniales Solo nach dem anderen bei und Keyboarder David van Pelt unterbricht die harten Passagen immer wieder mit kurzen Zwischenspielen.

Zum Schluss gibt es mit „Memoria’s Longing“ noch mal eine Ballade auf die Ohren, diesmal mit Akustikgitarre. Jennifers Gesang erinnert ein wenig an Kylie Minogue oder eine der anderen Popsternchen, was aber ziemlich gut zum Gitarrenspiel passt.

Divine Ascension ist mit „Liberator“ ein sehr guter, abwechslungsreicher  Nachfolger zu „As the Truth Appears“ gelungen, auch wenn für manch einen drei Balladen vielleicht eine zu viel ist.


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