DOCKERROCK - Dockerrock

  


Autor: Rainer Kerber

Bewertung:
  9 / 10


Tracklist:

  • Dockerrock
  • Everything Is Alright
  • You
  • Just For A Moment
  • Familypower
  • Devil Woman
  • He Is On Fire
  • My Support
  • Barbecue With Good Friends
  • Feel My Rythm
  • Für Einen Moment
  • My Support (acoustic)


VÖ:  05.05.2017

Label:  Alster Records

Gegründet wurden Dockerrock 1996 aus einer Bierlaune heraus – zur musikalischen Umrahmung eines Polterabends. Doch damit gaben sich Michael Lindner und seine Söhne Jan und Lars nicht zufrieden. Komplettiert wurde das Lineup später durch Sven Braune und Sängerin Christina, die inzwischen mit Gitarrist Jan verheiratet ist. Seit 1999 rockt das Familienunternehmen inzwischen in dieser Besetzung. Nachdem die Musiker aus dem Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg mehr als fünfzehn Jahren ausschließlich mit Cover-Versionen von Bands wie AC/DC, Creedance Clearwater Revival, Deep Purple oder auch Judas Priest durch die Welt tingelten, war es nun an der Zeit mit eigenen Songs ein Album zu produzieren. Das selbstbetitelte Debüt-Album ist nun fertig und erscheint im Mai.

Wer nun glaubt, dass es auf dem Album einen wilden Mix aller Stilrichtungen gibt, wird bereits beim ersten Anhören des Albums eines Besseren belehrt. Dockerrock haben sich eine Nische im melodischen Hardrock gesucht und füllen diese mit ihren Eigenkompositionen auch konsequent aus. Was sich schon zu den Live-Premieren der neuen Songs bei der Show in Marias Ballroom andeutete, bestätigt sich – die Gesangsparts wurden im Wesentlichen vom singenden Drummer Lars eingesungen. Live-Sängerin Christina steuert häufig “nur” die Backing Vocals bei – leider möchte man sagen. Aber in Songs wie “Familypower” oder “Feel My Rythm”  kann sie zeigen was für eine Ausnahmesängerin sie ist.

Schon der Opener “Dockerrock” zeigt die Marschrichtung des Albums an. Die Musiker rocken straight forward. Die Gitarren knallen geradezu aus den Boxen, starke Riffs und wunderschöne Melodien. Dank der beiden Gitarristen ist der Sound so richtig fett. Dazu wummert das Schlagzeug. Weitere Anspieltipps sind “Devil Women” und die wunderschöne Power-Ballade “My Support”. Dazu wurde auch ein Video-Clip produziert. Und als Rausschmeißer des Albums wurde der Song noch einmal als Akustik-Version eingespielt.  Mit “Für einen Moment” gibt es auch einen deutschsprachigen Song zu hören.

Mit ihrem Debüt-Album ist den Hamburgern ein Meisterwerk des Hardrocks gelungen. Eine Dreiviertelstunde Spaß und beste musikalische Unterhaltung. Aus einem Stammtisch-Projekt ist eine ernst zu nehmende Band geworden. Abwechslungsreiche Kompositionen und eine druckvolle Produktion zeichnen das Erstlingswerk aus. Hier haben sich fünf hervorragende Musiker zusammengefunden, die durchstarten, um den Geist der 70er und 80er Jahre wieder aufleben zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass die Wartezeit auf das nächste Album nicht ganz so lang ist.