DOLL SKIN - Manic Pixie Dream Girl


Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8 / 10


Tracklist:

  • Shut Up (You Miss Me)
  • Daughter
  • Road Killa
  • Boy Band
  • Rubi
  • Sunflower
  • Sweet Pea
  • Baby's Breath
  • Persephone
  • Puncha Nazi
  • Uninvited


 VÖ: 16.06.2017

Label: EMP Label Group

Seit 2013 sind die süßen Girls von Doll Skin bereits unterwegs, um die Welt des Rock/Punk Rock aufzumischen. Die 2015 erschienene EP “In Your Face” brachte dem Quartett aus Phoenix (Arizona) erste Achtungserfolge ein. Ein Jahr später erschien das Album-Debüt “In Your Face (Again)” das zu Unrecht an mir vorbeigegangen ist.  Das Debüt-Album wurde von Band-Mentor und Megadeath-Bassist David Ellefson produziert und erschien auch in seinem EMP-Label. Auch das Mitte Juni veröffentlichte Zweitwerk “Manic Pixie Dream Girl” erschien auf dem Label von Ellefson, diesmal jedoch produziert und abgemischt vom Cage9-Sänger Evan Rodaniche. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Mädels von Doll Skin offensichtlich gute Freundinnen sind, spielen sie doch seit ihrer Gründung in unveränderter Besetzung. Und das ist im Musik-Business nicht gerade üblich, gibt es doch sonst vor allem bei jungen Bands häufige Umbesetzungen.

Mit “Shut Up (You Miss Me)” legen die Mädels gleich richtig los, knallende Gitarren, klarer, aber leicht rotziger Gesang, prägen den Sound. Und Meghan Herring hinter Schießbude treibt ihre Mitstreiterinnen so richtig an. Dass es auch etwas ruhiger geht zeigt das Quartett phasenweise bei “Daughter”, hier singt Sidney Dolezal im Midtempo-Bereich, Und Alex Snowden kann ihre Fähigkeiten an der Gitarre unter Beweis stellen. Für einen amtlichen Druck aus dem Subwoofer sorgt Nicole Rich. Aber wirklich ruhig können die vier jungen Damen nicht wirklich, so rocken sie bei “Road Killa”, “Sunflower” oder auch “Baby’s Breath” geradeaus vorwärts. Einen Ruhepunkt setzen sie bei der (Halb-) Ballade “Sweet Pea”, für mich der beste Song des Albums. Bei “Persephone” schreit sich Sidney die Seele aus dem Leib und zeigt, dass sie auch böse growlen kann. Dazu steuert dann Alex auch noch ein Wahnsinns-Gitarren-Solo bei. Den krönenden Abschluss bildet das Alanis Morissette Cover “Uninvited”. Hier schlägt teilweise eine druckvolle Metal-Attitüde durch. So gefällt mir der Song besser als das Original. Und das Gitarrensolo am Schluss ist ganz großes Kino.

Auf “Manic Pixie Dream Girl” präsentieren sich Doll Skin deutlich gereift ohne jedoch ihre jugendliche Frische verloren zu haben. Ein Album das vom ersten Ton an für großen Hörspaß sorgt. Auf die weitere Entwicklung der vier Musikerinnen kann man durchaus gespannt sein.

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