EAT THE GUN - Howlinwood

Man kann den Münsteranern Eat The Gun bescheinigen, daß sie auf ihrem fünften Album „Howlinwood“ eigentlich nichts verkehrt machen. Hatte man mit dem letzten Output „Stripped To The Bone“ einen etwas eingängigeren, musikalischen Weg eingeschlagen, setzte man dies 2015 heuer exakt fort. Zeitlose Rockmusik soll es sein und meist kann man dies bei den elf neuen Songs auch so unterstreichen.  

Die Hitdichte des Albums ist sehr hoch, was sicherlich größtenteils an den mitunter tollen Refrains und somit auch der wirklich guten, passenden Stimme von Sänger/Gitarrist Hendrik Wippermann liegt. Die Stimme wirkt immer ganz leicht heiser, was einen besonderen, angenehmen Touch verleiht.

Dies kann man bereits beim Opener und Titelsong „Howlinwood“ bestens nachvollziehen. Super mehrstimmiger Refrain, nette Basseinlage und die Gitarrenarbeit die immer noch eine Menge Querverweise zum Alternative Rock früherer Tage birgt, bedeuten pure Rockmusik mit recht fröhlichem Charakter.  

Um Abwechslung ist man stets bemüht, immer im Rahmen des eigens verschriebenen Korsetts.

So präsentiert man zu qualitätsbetontem Rock'n Roll mit angeschlagenen Gitarren bei „Falling“ auch einen coolen Zwischenpart mit etwas chaotischen Vocals.

Bei „How Does It Feel“ kommt eine Voice-Box zum Einsatz, um den Gesang zu verzerren. Gezupfte Gitarre, schöner Refrain und klasse Melodien erzeugen nicht nur einmal Gänsehaut. Alles sehr sehr stimmig interpretiert.  

Mal geht’s härter zu („Blood On Your Hands“), sehr oft straight und easy („Take It Away“, „Trouble Magnetic“) und auch die Alternative Schiene vergißt man nicht („Unforgotten“).  

Bei „The Drudge“ operiert die Band mit tiefergestimmten Gitarren und dunkleren Vocals. Sehr groovig und bluesig mit reichlich Street-Credibility.  

Zum Abschluß gibt es dann bei „Anger“ in Verbindung mit der Akkustik-Klampfe bescheiden gehauchten Gesang. Eine nette Street-Ballade mit wahrer Liedermacherqualität.

Mit „Howlingwood“ ist Eat The Gun erneut ein richtig gutes, abwechslungsreiches Album gelungen, welches durch Produzent Stephan Hinz (H-Blockx) den passenden Breitwand-Sound verpasst bekommen hat. Ein Album, mit dem man endgültig den Durchbruch schaffen kann.


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