ELDRITCH - Underlying Issues

Die italienische Band Eldritch, die bereits seit Mitte der 90er das progressive Genre beackert, kehrt mit einem neuen Album zurück und man kann neugierig sein zu sehen, wohin sich die Band nach dem letztjährigen Album „Tasting the Tears“ bewegt, welches ihre Fans wirklich beeindruckt hatte.

Eldritch haben ihr 10. Studioalbum „Underlying Issues“ diesen November via Scarlet Records herausgebracht. Das Album enthält 11 dynamische Kompositionen, weniger technisch aber dafür mehr Power-Progressive und man behält die dunklere Stimmung des Vorgängers „Tasting the Tears“ bei.  

Es gab schon einige Male, daß die Italiener spürbare Veränderungen in ihrem Sound vorgenommen haben, und alle stellten sich als äußerst erfolgreich heraus. Schon beim ersten Hören des Albums kristallisiert sich umgehend heraus, daß die Band immer noch die Gabe hat, progressive und gleichzeitig aggressive Songs zu schreiben. Die Melodien benötigen mehr als einen Durchlauf um sich im Gehirn des Hörers festzusetzen. Dennoch könnte man sie gleichzeitig als direkter und nicht sonderlich kompliziert charakterisieren. Obwohl gänzlich ordentlich, muß ich sagen, daß das Endergebnis und die Gefühle, nachdem man alles gehört hat, doch eine ganze Stufe unterhalb ihrer früheren Werke liegt.  

Die Gitarrenarbeit von Simone /Gianneschi liegt wieder einmal im Fokus. Das Album ist voll von Kompositionen mit lauten und massiven Riffs, welche aber hauptsächlich kreativ und melodisch auftreten. Futuristische Keyboards und Synths, im Zusammenspiel mit der modernen Produktion und der speziellen Stimme von Terence Holler verdichten das finale Ergebnis, welches sicherlich den Geschmack der loyalen Fans der Band treffen wird.  

Der Promo Song „To Moon and Back“ ist höchstwahrscheinlich der Hit des Albums und gleichzeitig ein gute Möglichkeit der Band's neuen Sound kennenzulernen. Obwohl das Album sehr bekannt klingt, obwohl es nicht gerade innovativ ist, bringt es dennoch fertig auf schlaue Art und Weise die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und erfreut sicherlich die alten Fans neben denen von Bands wie Pain of Salvation oder Threshold. 


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