EMPIRE 21 - Empire 21


Man kennt es zur Genüge: Ehemalige Mitglieder einer Metalband gründen einfach eine neue Band. Egal ob Geoff Tate, Udo Dirkschneider oder Timo Tolkki. Diesmal hat es Carl Johan Grimmark, seines Zeichen ehemaliger Narnia-Gitarrist (die schwedischen Narnia natürlich!), getan. Das Produkt hört auf den Namen Empire 21 (wirklich sehr einfallsreich) und releaste im November 2014 ihr selbstbetiteltes Debut.

Stilistisch bewegen sich Empire 21 an der Grenze von Hardrock und Metal, gehen dabei sehr melodiebetont, keyboardlastig und straight zu Werke, so dass alles ziemlich kurzweilig wirkt. Oder anders gesagt: Man hört es komplett durch, hat eine Dreiviertelstunde seinen Spaß und hinterher alles wieder vergessen.

Kompositorisch gibt es also viel zu verbessern, vor allem was den Faktor „Im Ohr hängenbleiben“ angeht. Spieltechnisch sind alle Musiker sehr versiert und vor allem Sänger Ricard Hulteke überzeugt mit seiner leichten AOR-Stimme. Aber wie gesagt fehlt es den Songs an Tiefe und Wiedererkennungswert, da sie auch von jeder x-beliebigen Hardrock/Metalband des selben Genres stammen könnten.

Wer auf technisch versierten Metal steht und nicht den Anspruch erhebt tiefer in die Musik einzutauchen als unbedingt nötig oder einfach nur eine gute Party feiern möchte und die passende Mucke dafür sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Bei anspruchsvolleren Hörern würde diese Scheibe allerdings schon nach wenigen Durchläufen im Schrank verstauben.


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