EXECRATION - Morbid Dimensions

 

Die Norweger Execraton preisen Ihren Stil als eine Mischung aus Doom und atmosphärischem Deathmetal an.

Da haben die vier Jungs den Mund auch nicht zu voll genommen. Die Nordmänner wissen was sie tun und was sie können, ist ja schließlich auch schon das dritte Album des Deathmetalquartetts. Was soll ich sagen, das was ich hier höre klingt frisch, neu und wird bei jedem Durchlauf interessanter.

Total angenehm, dass hier nichts überproduziert wurde und trotz rauhem Sound der alten Schule, alles klar wahrzunehmen ist. Der erste Song 'Cosmic Mausoleum' beginnt mit einem langen Instrumentalpart der sich fast ein bisschen verliert, startet dann aber solide durch. Die Reise hat begonnen.

Wer die Scheuklappen ablegt und sich mitnehmen lässt wird nicht enttäuscht werden. Hier wird schwarz angehauchtes gekonnt mit doomigem Deathmetal vermischt. Da fühlt sich jeder Celtic Frost-Fan zuhause, nicht zuletzt weil das Gekeife immer wieder an Tom Gabriel Warrior erinnert.

Hier handelt es sich definitiv um keine Scheibe, die man sich mal so nebenbei anhört. Für 'Morbid Dimensions' muss man sich Zeit nehmen, damit sich Perlen wie 'Doppelgangers' oder 'Ancient Tongue' entfalten können. Das Songwriting glänzt hier wirklich durch Detailverliebtheit und Verspieltheit, hier wurde nichts dem Zufall überlassen.  Dass hier die Gesangsparts auf zwei Leute aufgeteilt werden, wäre mir jetzt gar nicht auffallen, wenn ich es nicht gelesen hätte.  

Denn was die beiden Gitarristen hier abliefern klingt wie aus einem Guss. Bei 'Vestiges' tauchen für einen Moment orientalische Elemente auf, was die Reise zwischen Melancholie, Hass und Raserei angenehm auflockert. Meiner Meinung nach wurde trotz dem geilen Rest der Scheibe, das absolute Highlight auf der Platte bis zum Schluss aufgespart. 'Funeral Procession' hat es mir angetan, obwohl es einer der kürzeren, weniger experimentelleren Songs ist.  

So sehr mich Kunstbanausen das Artwork erst abgeschreckt hat, da es mir zu wenig Tod und Satan geboten hat, um so mehr bin ich hier doch überrascht und belehrt worden. Denn das ganze passt hervorragend zum Gesamtkonzept.  

Mein Tip, Flasche Wein aufmachen CD-Player anschmeissen und auf sich wirken lassen. Top.

 

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