FATEFUL FINALITY - Battery


Um den Thrash Nachwuchs muß uns in Deutschland ja wahrlich nicht bange sein. Viel gute Bands sind hier in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen, ohne aber eine Thrash Revolution auszulösen.

Hier hinzuzählen darf man auch die Schwaben Fateful Finality, die 2012 mal die Wacken Battle gewonnen hatten und darauf hin das Festival bespaßen durften. Dem Debut im selben Jahr folgt nun der Nachfolger „Battery“.  

Die Jungs gehen sehr technisch zu Werke und bieten moderneren Thrash, der eher in Machine Head Gefielden wildert, denn in der urtypischen deutschen Thrash Szene zu Hause ist. Trademark von Fateful Finality ist der Gesang, den sich die beiden Gitarristen Simon und Patrick teilen. Simon Schwarzer ist für die krächzigen, brutaleren Shouts zuständig, während Patrick Prochiner die cleanen Passagen übernimmt, die ab und an in den Songs auftauchen.

Trotz des recht jungen Alters und des erst zweiten Albums können  Fateful Finality handwerklich auf ganzer Linie überzeugen. Egal ob Abrißbirnen vom Schlage „Possession“, „Facades“ oder „Under Pressure„ oder goovig griffigere Stücke wie „Never There“ oder „Misfit“, die Riffs fliegen einem um die Ohren und die Batterie, sprich Drums ballern zwar oft getriggert, aber dennoch begeisterungswürdig durch die Songs. Das ein oder andere Gitarrensolo wie bei „Rite“ zeigt zudem die musikalischen Qualitäten der Jungs aus Weil der Stadt.  

Und wenn dann noch ein Songtitel wie „Suck Me Dry“ auftaucht, ist auch ein gehöriges Augenzwinkern durchaus angebracht.  

Der Abschlußsong nennt sich dann „Remain in Mind“....und dies könnte man Fateful Finality wünschen. Denn, trotz aller technischen und musikalischen Qualitäten und der Reife der Songs, es bleibt wie bei vielen jungen Thrash Bands eins auf der Strecke:  Wiedererkennungswert !!

Wenn man mir nach einiger Zeit wieder ein paar Songs dieses Albums vorspielen würde, ich könnte nicht sagen, daß diese von Fateful Finality stammen. Ein typisches Alleinstellungsmerkmal, sei es im Gesang, oder in markantem gitarrentechnischen Stil fehlt halt auch hier.

Dennoch kann man mit „Battery“ eine absolute Empfehlung für Thrash Fans aussprechen, denn die Musik von Fateful Finality besitzt eine sehr hohe Wertigkeit und (positiv, wie negativ zu sehen) Abgeklärtheit. Man könnte meinen, man hätte es mit alten Hasen der Szene zu tun.  


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