FORCE OF PROGRESS - Calculated Risk









Autor:  Esther Kessel-Tamerus

Bewertung:  7 / 10


Tracklist:

  • Ticket
  • Sole Survivor
  • Shapeshifter
  • The Cube
  • Lift Me Up, Down By The Seaside
  • Always
  • Calculated Risk
  • The Man Who Played God


 VÖ: 2017

Label: Progressive Promotion Records

Vier Männer lernten sich durch eine Musik-Plattform kennen. Im Jahr 2016 entstand die Idee, etwas zusammen zu probieren. Es handelt sich um Force Of Progress. Diese deutsche Prog-Rock-Band besteht aus Chris Grundmann , Dominik Wimmer, Hanspeter Hess und Markus Roth. Sie alle spielen mehrere Instrumente, darunter die Keyboards. Und so gibt es eine Menge Tasten auf diesem Instrumentalalbum ‚Calculated Risk‘ zu hören.

Schnelle und leichte Keyboardparts gibt es zu hören des Intros von ‚Ticket‘. Die Saiteninstrumente liefern regelmäßig ein schweres Gegengewicht . Der elektronische Klang der Tasten paart sich mit Klavierklängen. In einem kleinen Part sind die Klavierklänge gar solo unterwegs. Alles ist gut gespielt. Darüber hinaus ist die Klangqualität hervorragend. Trotzdem bin ich nicht ganz überzeugt.   Vielleicht, weil hier oft wiederholt wird im Song. Es gibt durchaus ein paar Überschneidungen, die mir gefallen. Aber einige Stücke stehen ein bisschen unter Druck. Nun, ich weiß nicht, warum mich die Musik hier nicht gefangen nimmt. Das Ende klingt etwas zu schnell aus. ‚Shapeshifter‘ besitzt ein langsameres Intro. Ich frage mich, was kommen mag. Bald liegt das Tempo höher. Die Orgel tönt zu viel im Hintergrund. Aufgrund der höheren Geschwindigkeit werden auch noch andere Dinge ein wenig untergraben. Auch die gesampelte Stimme ist schwer zu verstehen. Teilweise , weil die LautstDem gut rockenden Stück  folgt aber ein plötzliches Ende.    

Bei ‚Always‘ lärmen die Gitarren heavier und es herrscht ein Hauch von Metal. Die stark gespielten Parts verlieren sich ein wenig in allem. Plötzlich ertönt ein Xylophon und ein Cello, schön und unerwartet. Die Fortführung ist etwas weniger eingängig. Die Überraschungen beruhen vor allem in den ruhigen Teilen. In den schnellen Passagen tauchen die überraschenden Momente zu schnell auf und verschwinden zu rasch. Zuerst hörte man tolles Drumspiel. Jetzt noch ein kurzes Schlagzeugsolo... köstlich, cool!. Mit seinenDrehungen und Wendungen, ist dies der beste Song bisher.  

‚Calculated Risk‘ umfasst mehrere überraschende Wendungen. Trotz dieser coolen Wendungen vermisse ich ein wenig ‚Kopf und Schwanz‘ in der Struktur dieser Kurznummer. Das Intro von ‚The Man Who Played God‘ ist dagegen faszinierend. Das kann man von „Force of Progress“ nicht endgültig behaupten. Bis auf einen coolen Twist durch die Tasten. Als nächstes folgt ein weiterer überraschender Song. Nach einer kurzen Pause nimmt das Tempo wieder zu. Ich musste erst einmal auf dem Display prüfen, ob es die gleiche Nummer ist. Es dauert eine Weile, bevor ich den Zusammenhang bemerke. Im Uptempo-Teil hört man wunderbare Orgelklänge. Diese gehen nahtlos in elektronischen Sound über. Es gibt einige Wendungen. Wobei die Instrumente nacheinander viel Spielraum bekommen. Hier kommt die Musik an sich mehr zu ihrem Recht. Eine wohltuende Änderung in der Musik, yeah! Das Beste wurde für den Schluß aufgehoben.

In der Instrumentalmusik , lässt man nicht die Texte sondern die Instrumente erzählen. Das erlebe ich kaum hier. Mehrere Wendungen laufen ineinander. Das Tempo ist oft recht hoch. In der Lautstärke gibt es nicht viele Änderungen. Einige Teile bleiben ein wenig im Ganzen gefangen. Wenn die Lautstärke und / oder die Geschwindigkeit von einem oder mehreren Instrumenten gelegentlich niedriger wäre, würde einem weiteren Instrument mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das Musikalische geht manchmal fast durch die Masse und die Geschwindigkeit, die sie emittieren,  verloren. Sie haben mich nicht ganz mit ihrer Musik erreicht. Schade, denn Force Of Progress sind technisch gut bis sehr gut.   

Original-Review (niederländisch):

Rockmuzine 

Esther's Rock Blog

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