GODSIZED - Heavy Lies The Crown

Mit den Briten Godsized schickt sich eine weitere UK Band an, den Durchbruch im Sektor melodischer Hard Rock mit Radiotauglichkeit zu schaffen. Bietet doch das neue, und wenn ich nicht irre, zweite Album „Heavy Lies the Crown“ elf Stücke feinsten Hard Rock's, welcher mich nicht zuletzt wegen dem Gesang von Glen Korner etwas an die Veteranen von Thunder erinnert.  

Die Band hat bereits eine Vielzahl an Live-Shows hinter sich, wobei man bei solch illustren Namen wie Black Label Societey, Saxon, Monster Magnet und Life of Agony das Vorprogramm bestreiten konnte. Diese Erfahrung merkt man der Band auch im Songwriting an, denn die Songs wirken allesamt äußerst routiniert zusammengebastelt und gespielt.

So wechselt oftmals eine ruhige Gitarrenmelodie mit einer flotteren ab und der Opener „Welcome to Hell“ bietet mit tollem Refrain und Breitwand-Sound richtig starken Arena-Rock.  

Die bereits erwähnten Thunder scheinen dann immer mal wieder durch, bei Songs der Marke „Saving You“ oder „Do You See What I See“. Ein Track wie „Saving You“ wirkt fast sogar wie Gun's N Roses mit Cleangesang.

Godsized sind stets bemüht, mit verschiedenen Sounds das Album interessant zu gestalten. Bei „Push Against the Tide“ beginnt man legere mit einem Bass-Intro, stimmt die Gitarren tiefer und bietet echt chilligen Gesang. Bei „Web of Lies“ regieren die Tom Tom's mit wuchtigem Sound, man erzeugt einen tierischen Groove, lässt aber, den Lyrics geschuldet, einen gewissen anklagenden Gesang erklingen.  

Natürlich dürfen bei einer solchen Band die balladesken Töne nicht fehlen und stimmige Halb-Balladen kann man durchaus auch. „Fade“ beispielsweise besitzt einen hoch melodischen Refrain und ein tolles, melodramatisches Gitarrensolo.  

Fast im Bereich Stoner-Rock zu Hause fühlt man sich bei „Forgotten Friend“. Die Gitarre wird recht unsauber gezupft und Staub aufgewirbelt. Der Song an sich kommt eher langweilig rüber und der Refrain, so bemüht er auch ist, zündet nicht. Auch der Abschlußsong „Pay Your Debt“, welcher nach ruhigem Beginn zu einem straighten Rocker verkommt, kann mit seinem poppigen Refrain (Nickelback jemand ?) nicht ganz überzeugen.  

Dies sind aber die beiden einzigen (halben) Ausfälle eines ansonsten sehr starken Melodic Hard Rock Albums, modern produziert und mit großartigen Musikern. Zusammen mit der hervorragenden Stimme von Glen Korner eine ideale Mischung, um die Rock-Charts anzugreifen und auch dem anspruchsvollen Hard Rocker zu gefallen.  


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