GRIEVING MIRTH - Calamitosvs Omine (EP)

Da stammt mal ne Black Metal Band aus Texas und ich weiß nicht unbedingt, was ich mir ihr anfangen soll. Grieving Mirth heißt die Band, 2011 in Laredo gegründet und nach ein paar Demos haut man nun eine erste EP mit Namen „Calamitosvs Omine“ raus.

Grieving Mirth spielen atmosphärischen Post-Black Metal, eine Spielart, mit der man bei mir durchaus punkten kann.

Die Herren Abomination (guitars) und Adversor (Synths) begehen aber einen entscheidenden Fehler. Sie holen sich mit DH einen Sänger oder besser Schreihals, der die ganzen guten Ansätze gleich wieder zunichte macht. Auch weiß ich nicht, wer für die Drums verantwortlich ist. Eventuell haben wir es hier mit einem Drumcomputer zu tun, dafür klingt das Schlagzeugspiel aber recht organisch. Auch den Bass scheint scheinbar keiner eingespielt zu haben....nun gut.  

Die EP startet recht blackmetal-typisch mit Blastbeats und klirrenden Gitarren, die im krassen Gegensatz zu den Synthie-Säulen im Hintergrund stehen. Recht kompetent gezockt das Ganze, aber dann tauchen die Vocals auf. Und wie der Songtitel „Malaugurio“ vermuten lässt, auch noch auf italienisch. Hysterisches Gekreische, bis hin zu abartigem Gekotze und Gewürge....und dann wirkt das auch noch viel zu gewollt und aufgesetzt, also null authentisch.  

So zieht sich das durch die kompletten fünf Songs. Tolle Atmosphäre, wie bei „Indelectatus“ oder „Abuso“, immer schön mit sphärischen Synthies durchsetzt, aber leider leider mit den kranken, völlig überzogenen Vocals.

Dabei kann der Junge (oder ist er es in diesem Falle gar nicht ? ) eigentlich richtig singen. Im Song „Optio“ geht man mit Cleangesang zu Werke, der richtig gut rüberkommt. Auch die epischen, mächtigen Passagen und die orchestrale Hintergrundmusik kommen sehr gut. Aus diesem Grund für mich der beste Song dieser EP.

Grieving Mirth, das ist eine Band mit Potential....ohne Frage. Musikalisch alles im grünen Bereich.  

Aber Jungs, sorry....schmeißt diesen Sänger raus und holt euch einen richtigen. Dann wird’s vielleicht was mit richtig toller atmosphärischer Musik.


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