HAMMERSCHMITT - Still On Fire

Hammerschmitt? Nie zuvor gehört. Und das, obwohl es die Band bereits seit 1997 gibt und die Musiker zuvor bereits 10 Jahre unter dem Namen Pierrot gemeinsam Musik machten. Im selben Jahr nahmen sie auch ihr erstes Demo auf, dem drei Jahre später das selbstbetitelte Debüt-Album folgte. Nach Album Nummer zwei (“Mein Herz”) und dem Jubiläums-Konzert 2006 nahm sich die Band eine kurze Auszeit.  2011 erschein das Konzeptalbum “Jenseits der Stille”. Mit “Still On Fire” erscheint nun der vierte Longplayer der Melodic Metal Band aus München.

Mit “Rock Steady” legen die Bajuwaren gleich richtig los. Knallende doppelläufige Gitarren, druckvoller Double Bass. Ein Nackenbrecher par excellence. “Sanctuary” wird zum Teil geprägt durch Satzgesang, der auch den Zuhörer zum Mitsingen animieren soll, dazu gibt es Gitarrenmelodien die direkt ins Ohr gehen. Der Titelsong ist etwas ruhiger aber nicht weniger kraftvoll, mit eingängigem Refrain. Eine große Metal-Hymne, die mich ein wenig an frühe Manowar erinnert.

Zu “Metalheadz” hat die Band einen Video-Clip produziert. Die Melodien, der Gesang und die Chorusse sind etwas mainstreamiger ohne jedoch ins Kitschige abzugleiten. Der Song ist durchaus Airplay-tauglich. Für mich einer der Höhepunkte des Albums ist das Cranberries Cover “Zombie”. In der Metal Version gefällt mir der Song fast noch besser als das Original. Nah am Original aber deutlich härter gespielt. Riesig!

Mit “Crazy World” befindet sich eine wunderschöne Powerballade auf dem Album, die auf Konzerten sicherlich für brennende Feuerzeuge und leuchtende Handys sorgen wird, melodische cleane Gitarren, druckvolles Schlagzeug und beeindruckende Chorusse sorgen hier für ausreichend Gänsehaut! Danach sorgt “Whoohoo” das man wieder aus den Träumen aufgeweckt wird. Wie in anderen Songs sind auch hier wieder hervorragende Gitarren-Soli zu hören. “Still On Fire” endet dann mit dem ruhigen balladesken “Killed By Death”. Hier gibt es noch mal ein geniales Gitarrensolo.

Nachdem ersten Durchlauf saß ich erst mal sprachlos vor dem Player. Was für ein Brett! Mit herausragenden Songwriting und einer druckvollen modernen Produktion ist den Jungs von Hammerschmitt gelungen, ein zeitlos schönes Hardrock-Album aufzunehmen. So muss klassischer Hardrock im hier und jetzt klingen. Mit den elf hochklassigen Songs zeigen sie ganz klar “wo der Hammer hängt”. Hier sind Musiker am Werk, die zwar über einige Jahrzehnte Bühnenerfahrung verfügen aber noch lange nicht zum alten Eisen gehören!


Bewertung:

Kommentare: