HELL IN THE CLUB - Shadow of the Monster

Glam-u. Hairspray Hardrock der 80er ist zurück !!  Nix Neues ? Ok, aber selten fühlte man sich an die alten Helden so erinnert, wie bei Hell In The Club. Die Band, bei welcher sich auch Mitglieder von Elvenking und Secret Sphere tummeln, kommt aus Italien, hat aber mit dem meist typischen Italo-Metal nix am Hut.

Vielmehr ist durchweg Party angesagt, was der Opener „Dance !“ dann auch gleich propagiert.  

Immer im sleazigen Bereich, wobei auch die neuere Rotz'n Roll Bewegung nicht ausgespart wird. Aber gerade Sänger Dave scheint ein Fable zu haben für ältere Legenden wie Axl Rose, Joe Elliott oder Vince Neil. Gerade „Try Me, Hate Me“ gleicht gesangmäßig dem guten Vince wie aufs Auge und könnte durchaus von einem der besseren Mötley Crüe Alben stammen.

Wenn allerdings die jugendlich frischen, mehrstimmigen Refrains in einer Vielzahl der Songs ertönen, schimmert mehr als einmal der frühe ungestüme Hardrock von Def Leppard durch („Hell Sweet Hell“, „Naked“). Die Gunners bekommen dagegen bei „Appetite“ (na, klingelts ?) ihr Fett weg und auch manche Gitarrenlinie auf dem Album ähnelt Slash & Co frappierend.  

Aber die Jungs machen ihre Sache durchaus gut. Man nimmt ihnen zu jederzeit ihre Vorliebe für den früheren (US) Hard Rock ab und gerade die Gitarrenarbeit wirkt äußerst souverän. Etwas von der Linie schweift man bei „Le Cirque De Horreurs“ ab, welches durch eine schaurige Zirkusmelodie loslegt. Hier wirkt die Band recht eigenständig, was sich im Kontext der Rock Größen Affinitäten gut macht.  

Mit „Money Changes Everything“ bedient man sich zu guter Letzt einer Cover-Version von The Brains, eher bekanntgeworden durch die Version von Cindy Lauper in den 80ern. Ganz ok, aber der Song gehört nicht zu den Highlights.  

Mit Zitaten von Aerosmith, den härteren Bon Jovi Rock-Nummern und sogar Van Halen der Hagar-Phase sorgen Hell In The Club für ein stetiges Lächeln auf des Fans Lippen und man möchte sich das Album daher immer wieder auflegen. Das Coverartwork von Horror-Spezialist Thomas Milliner kann gefallen, muß es aber nicht. Ich finde es etwas zu kindisch und aufgesetzt, trotz der recht hübschen Freddy Krüger Figur.  

Ein unbeschwertes Vergnügen – Willkommen beim Club !


Bewertung:

Kommentare: