HELSTAR - Vampiro


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10

Tracklist:

  • Awaken Into Darkness
  • Blood Lust
  • To Dust You Will Become
  • Off WIth His Head
  • From The Pulpit To The Pit
  • To Their Death Beds They Fell
  • Malediction
  • Repent In Fire
  • Abolish The Sun
  • Black Cathedral
  • Dreamless Sleep


VÖ:  26.08.2016

Label:  EMP Label Group

Es sind richtig gute Monate für US Metal Fans momentan. Legendäre Bands veröffentlichen gute bis sehr gute Alben und beweisen, daß sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Ich erwähne hier stellvertretend nur die letzten Alben von Metal Church und Vicious Rumors. Und auch Helstar, die Band die in den 80ern vier Klassiker veröffentlicht hat, ist mit einem neuen Rundling am Start. Helstar, der Name ist unweigerlich verbunden mit Metal-Sirene James Rivera, der mal eine Zeit lang in vielen verschiedenen Projekten wie Seven Witches, Destiny's End, New Eden oder eben auch Vicious Rumors involviert war. Ein Highlight der Discography der US Band war sicherlich das 1989 erschienene Vampir-Epos „Nosferatu“, von vielen als DER Klassiker von Helstar bezeichnet.  

Und dieses Album kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man den Albumtitel des neuen Werks liest. „Vampiro“ nennt sich das Ganze und beinhaltet 11 neue, teils wieder vampireske Songs. Dracula hätte seine wahre Freude. Laut Rivera war es eine Herzensangelegenheit mal wieder in die Zeit eines „Nosferatu“ zurückzublicken un demnach sollen die Songs auch den Spirit der damaligen Zeit in das Heute transportieren.

Das gelingt der Band auch recht gut. James Rivera sirent wie eh und jeh durch die Songs. Seine kraftvolle Powerstimme ist sicherlich das Aushängeschild von Helstar. So geht es mit „Awaken Into Darkness“ zackig los und mit „Blood Lust“ gar noch einen Tacken härter weiter. Im Vergleich zu den angesprochenen Metal Church und Vicious Rumors gehen Helstar um einiges epischer zu Werke, was auch auf das traumhaft sichere Gitarrenspiel von Larry Barragan und Andrew Atwood zurückzuführen ist.  

Helstar präsentieren ihre Songs größtenteils im Midtempo, es kann aber auch mal flotter („From the Pulpit to the Pit“) oder langsamer, sprich gar doomiger („Black Cathedral“) vonstatten gehen. Mit „Abolish the Sun“ hat die Band zudem ein wahres Epos im Gepäck, was den musikalischen Anspruch zudem unterstreicht. Mit „Dreamless Sleep“ lassen die Amis das Album dann ruhig und balladesk ausklingen.  

„Vampiro“ ist meines Erachtens besser, da griffiger als die letzten beiden Alben „Glory of Chaos“ und vor allem „This Wicked Nest“, kommt aber nicht ganz an den 2008er Output „The King of Hell“ geschweige denn an die angesprochenen Klassiker, also auch nicht „Nosferatu“ heran.

Nichtsdestotrotz haben wir es mit „Vampiro“ mit einem recht starken US Metal Album zu tun, daß sich durchaus in die Ebene der Veröffentlichungen der anderen Legenenden einreihen kann. Gemixt wurde das Album von Bill Metoyer (Slayer, Armored Saint, Sacred Reich) und veröffentlicht durch das EMP Label von David Ellefson. Alles Anzeichen für Qualität und das Album selbst schließt sich nahtlos an. Helstar sind nach wie vor ein Garant für gutklassigen US Metal und die Beißerchen sind noch längst nicht stumpf. 


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