HETROERTZEN - Uprising Of The Fallen


Autor:  Kerbinator

Bewertung7 / 10


Tracklist:

  • Uprising
  • Zealous Procreation
  • The Fallen Star
  • Path Bearer
  • The Trial
  • Upon The Thresholds
  • Perception Of The Unseen
  • Lost And Betrayed


VÖ:  24.02.2017

Label:  Listenable Records

Vom recht sonnigen Chile ins doch um einiges kältere Schweden umzusiedeln ist nicht jedermanns Sache. So geschehen aber im Jahr 2009 von der Band Hetroertzen. Hört man sich allerdings die Musik der Jungs an, so funktioniert diese sicherlich umso besser in kalten, düsteren Umgebungen. Nicht daß ich damit sagen will, daß Schweden düster ist....nein, aber kalte Tage sind sicher eher gegeben wie im Süden. Aber, Schluß damit....Hetroertzen spielen reinrassigen Black Metal. Mit reinrassig meine ich, ohne diese atmosphärischen Schlenker, die viele Black Metal Bands heute produzieren und ohne jegliche symphonische Anwandlungen.

Einfach trockener, kalter Black Metal mit Old School Faktor. Dodheimsgard werden im Pressetext als Vergleich herangezogen. Ok, lasse ich mal so stehen, ich kenne diese Band aber nicht. Das neue Album, „Uprising of the Fallen“, mittlerweile das sechste, hört sich an wie eine vertonte, tief in der Dunkelheit zelebrierte Messe, die keine Aussicht auf Licht stellt. Mit dem Opener „Uprising“ wird man gleich in die Finsternis gezogen, „Sänger“ Anubis röchelt und keift teuflisch seine lyrischen Anekdoten und der Rest intoniert hart, kalt, aber dennoch einigermaßen versiert. Man hat nie den Eindruck, daß man es bei Hetroertzen mit Einfach-Drauflos-Knüpplern zu tun hat. Die acht Kompositionen wirken durchdacht und regelrecht zelebriert.  

Klar, Schönwettter-Fanatiker können bei Ausgeburten wie „Zealous Procreation“, „Path Bearer“ oder „Perception of the Unseen“ gleich zu Hause bleiben. Hier sind dunkle Kräfte am Werk, die dich aufsaugen und danach wieder ausspucken. Da die Band aber trotz einzelner Blast-Parts mehrfach langsamer aufspielt, ist ein gehörtger Doom-Faktor nicht von der Hand zu weisen. Generell liegen die Songs in einem gewissen Black-/Doom Bereich, was dieses „Höllische“ noch mehr unterstreicht. Große Unterschiede in den einzelnen Songs gibt es nicht, was vielleicht als Kritikpunkt gesehen werden kann. Im Endeffekt bleibt keiner der Eruptionen so richtig nachhaltig hängen. Zu gleichförmig läuft die Zeremonie ab. Aber was ertönt, ist halt durchaus intelligent gemacht und stellt die Black-Metal-Gelüste schon zufrieden.

Hetroertzen haben sich kontinuierlich hervorgetan, sei es mit immer neu veröffentlichter Musik, oder auch der Ausbreitung was Tourneen betrifft. Mittlerweile hat man schon die USA bespielt und Europa hat man sowieso schon seit längerem auf der Karte. Mit Listenable Records hat die Band nun auch ein anständiges Label im Rücken, was der kommenden Populariät Hetroertzen's nur dienlich sein kann.  

Wir haben es bei „Uprising of the Fallen“ nicht mit einer absolut innovativen Scheibe zu tun. Auch kann ich mir vorstellen, daß sich das Album beim ein oder anderen schneller abnutzt. Aber Bemühen und Können ist ausreichend vorhanden und bringt die Band weit entfernt von Stumpfheit und Banalität ans Licht. Licht ?  Ach so....das finden wir bei Hetroertzen ja nicht.  

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