HIGH SPIRITS - Motivator

Wohlfühl-Rock-/Metal gefällig ? Dann kann man getrost das neue High Spirits Album „Motivator“ empfehlen. Die Band um Mastermind Chris Black, der auch noch mit Nachtmystium und Dawnbringer am Start ist, bringt das neue Album erneut bei High Roller Records heraus. Eine gute Zusammenarbeit, mag man meinen.

Denn das dritte Album nach dem Überflieger „Another Night“ von 2011 und „You Are Here“ (2014) wird erneut die Zielgruppe begeistern. Und die heißt US Metal meets Gute-Laune-Rock meets NWOBHM Einflüsse.  War das Debut noch eher US Metal lastig, verstärkte man mit dem Nachfolger die happy Vibes und diese werden nun mit „Motivator“ gänzlich zelebriert.

Die neun Song gehen alle nach vorne los. Straight und supereingängig laufen Nummern wie „Reach for the Glory“, „Flying High“ oder „Haunted By Love“ sofort ins Ohr und bescheren umgehend dieses typische Good Feeling. Die Stimme von Chris Black passt nach wie vor grandios zur Musik. Sein Klargesang, der so gut wie nie in Screams ausartet, hat Wiedererkennungswert und darf daher als größtes Trademark von High Spirits bezeichnet werden.  

Erneut finden sich einige Anlehnungen an frühere Iron Maiden in den Gitarrenläufen wieder, man ist halt auch Fan. Ansonsten regiert die bandgewordene Fröhlichkeit und man sieht die Band förmlich vor sich, wenn sie die neuen Songs in den typischen High Spirits Klamotten (schwarze Shirts / weiße Hosen) auf den Bühnen der Rockwelt präsentieren.  

Alles beim Alten, also ? Ja, schon. Allerdings fehlt mittlerweile der ganz große Knalleffekt, den man bei „Another Night“ erleben durfte. Manche Songs sind zwar gutklassig, aber es mangelt hier und da doch an Abwechslung. Doch wir haben es hier nicht mit einer progressiven oder epischen Band zu tun, die mit Technik oder Über-Atmosphäre Songs überfrachten muß. High Spirits sind High Spirits und „Down the endless Road“ und „Do You Wann Be Famous“ sprechen ihre eigene, fröhliche Sprache.  

Die Band scheint sich immer wieder neu zu motivieren, was der Albumtitel unterstreicht und mit dem abschließeneden „Thank You“ bedankt man sich artig. Das etwas comicartige Artwork mit dem bei Nacht startenden Flugzeug sieht zwar eher aus, wie der erste Versuch eines Cover-Künstlers, die Musik die im Album steckt ist dagegen von gestandener Größe.

Da sich die Songs allesamt so um die 3 Minuten einpendeln, ist „Motivator“ mit knapp über 30 Minuten etwas kurz geraten. Dies ist aber der einzige Kritikpunkt, den man dem Album geben kann.  

High Spirits belegen erneut, warum man mit „Another Night“ damals so einschlug und haben nach wie vor Spaß in den Backen. Ein Album, daß einen unweigerlich mitzieht.


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