IGNOTUS ENTHROPYA - Solid Silver (EP)

Doch, die können was....die Ungarn von Ignotus Enthropya. Viel Infos über die Band gibt’s nicht. 2009 haben sie sich wohl gegründet, die Band besteht aus fünf Mitgliedern und die Musik, die gespielt wird soll Melodic Progressive Death Metal sein. Ok !!

Immerhin hat man jetzt eine EP mit vier Songs + Intro auf den Markt geschmissen. Und diese weiß durchaus zu gefallen.

Angefangen beim Intro „Prelude“, welches symphonisch und hochmelodisch in Verbindung mit Pianklängen zum eigentlichen ersten Song „Solid Silver“ überleitet. Nach kurzer Basslinie ertönen sofort äußerst schnelle Gitarrenläufe, die zusammen mit dem Keif-/Growlgesang von Zsolt Ledeczi und den immer im Hintergrund mitarbeitenden Keyboards mehr als einmal an Children of Bodom erinnern. Verblüffend ist, wie virtuos die beiden Gitarristen Adam und Christian teilweise zu Werke gehen. Ein Wunder, daß man von den Jungs bisher noch nichts gehört hat. Die können schon mal kurz gekonnt den Malmsteen auspacken, aber auch mit harten Riffs glänzen.  

Noch besser wird’s bei „Extincition“, dem meiner Meinung nach besten Song dieser EP. Wiederum ein sehr schneller Song, mit coolen Rhythmen garniert und im Refrain durch Schlachtrufe unterstützt. Ein Track mit Hitqualitäten, bei dem ein virtuosen Gitarrensolo nicht fehlen darf und bei dem zum Ende hin ein mächtiges Soundgewitter in fast schon Dream Theater Sphären entfacht wird. Klasse Nummer !!

Dagegen muß „Digital Deception“ abflachen. Ein nettes sphärisches Spinett am Anfang und gute Melodiebögen bewegen den Song eher im Power-Metal/Speed-Bereich. Irgendwie klingt der Song wie eine typische italienische Symphonic Metal Band auf Speed. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich zwingend.

Ähnlich auch zum Abschluß „Writer's Words“. Mehr Power Metal Gitarrenläufe als Virtuosität, dafür mit tieferen Growls und alles in allem etwas melodischer als die anderen Songs. Aber auch dieser Song beißt sich nicht fest und ist daher ebenfalls eher verzichtbar.  

Somit hätten wir auf der ersten EP von Ignotus Enthropya zwei richtig gute Songs, davon gar ein richtiger Knaller und zwei weniger zwingende Lieder, die aber handwerklich trotzdem voll in Ordnung gehen. Zwar hat man gerade im Drumbereich manches Mal den Eindruck, daß nicht alles unbedingt handmade eingespielt wurde, aber die EP ist auf jeden Fall sehr druckvoll und stimmig produziert.

Ein echtes Statement aus Ungarn würde ich behaupten und so viele Bands im Fahrwasser von Children of Bodom (die irgendwie in den letzten Jahren ja auch an Boden verloren haben) gibt es nun auch wieder nicht in der Szene.  Somit haben sich die Jungs einen Extrapunkt verdient !! 


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