IRON MAIDEN - The Book of Souls

Nach fünf Jahren Abwesenheit sind Iron Maiden zurück mit ihrem 16. Album. „The Book of Souls“ ist das erste Doppel-Album und gleichzeitig das längste, mit knapp 92 Minuten.  

Die legendäre Band hat dieses Album von September bis  Dezember 2014 in Paris aufgenommen. Davon wurden einige Songs im Studio geschrieben und aufgenommen um „Book of Souls“ so etwas wir Live Feeling zu verabreichen. Als erste Single und Videorelease wurde „Speed of Light“ im August ausgekoppelt.  

Einige werde verwundert sein, warum ausgerechnet dieses Album eine spezielle Bedeutung genießt.  

Erstens, weil der Vorgänger „The Final Frontiers“ einige offensichtliche Zeichen von Ermüdung und mehr synthetischer Ausrichtung beinhaltete. Dies alles begleitet von Gerüchten, daß das Ende der Bandkarriere nah sein würde.

Zweitens, weil das neue Album parallel zum Kampf gegen die  Krebs-Erkrankung von Bruce Dickinson erschaffen und beendet wurde.

Wir wissen noch nicht, ob dieser Umstand die Kompositionen, Aufnahmen oder andere Dinge bezüglich von „The Book of Souls“ beeinflußt hat. Definitiv war es aber ein Hinweis, daß unsere „Götter“ sterblich sind und wir sie so lange feiern sollten, wie diese unter uns weilen.

Aber nun...zurück zum Album. Die atmosphärische Einführung mit „If Eternity Should Fail“ ist zauberhaft. Bruce Dickinson bereitet sich auf den Angriff vor und bevor der Rest der Band dazukommt....der absolute Knalleffekt. Erinnerungen an „Somewhere in Time“ werden wach und die Laustärke wird aufgedreht.  

Während man „The Great Unknown“ herausfeuert, denke ich:  Das kann nicht sein...die müssen diese Songs seit den 80ern unter Verschluß gehalten haben, nur um sie jetzt, viele Jahre später, zu veröffentlichen. Iron Maiden sind in geballter Stärke wieder da !!

Beeindruckend ist, daß man bereits beim ersten Hören das Gefühl hat, ein Meisterwerk in den Händen zu halten. Dies war bei Iron Maiden schon lange nicht mehr der Fall. Man ertappt sich immer wieder, mit jedem Durchlauf neue Dinge zu entdecken. Kein Grund zur Eile. Für die nächsten Jahre hat man nun gefunden, was man hören will.

„Death Or Glory“ ist ein klassischer Iron Maiden Song und danach folgt ein Quartett oscar-reifer Tracks. „Tears of a Clown“ ist dem kürzlich verstorbenen Schauspieler Robin Williams gewidmet und zählt zum Besten, was Iron Maiden je aufgenommen haben.  

Die Konzertstimmung des Albums, gemeinsam mit den tollen Gesangseinlagen endet mit „Empire of the Clouds“. Eine Piano Einführung in einen Iron Maiden Song ? Und Violin Akkorde ?

Ja !! In den nächsten 18 Minuten trauen sich Iron Maiden, wozu viele Bands keinen Mumm haben.

Experimente und die Beschreitung unentdeckter Wege. In dem man eine einzigartige Queen und Savatage Atmosphäre, mit vielen progressiven Momenten erzeugt, erschafft die Band einen der besten Songs ihrer gesamten, langen Karriere.

Iron Maiden haben es erneut getan. Mit dem neuen Album haben sie quasi die Wolken, die den Vorgänger umnebelten, vertrieben. Diese Veröffentichung entlässt dich nach 92 Minuten mit einem großartigen Gefühl. Und so lange man seine künstlerischen Visionen zusammen mit der großen Persönlichkeit Bruce Dickinson umsetzt, kann niemand voraussagen, wo die Grenzen der Band liegen. Niemand !! 


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