ISOLE - The Calm Hunter


Nach für Isole ungewöhnlich langen drei Jahren, bisher gab es alle ein bis zwei Jahre ein neues Album, gibt es mit dem sechsten Album „The Calm Hunter“  wieder ein Lebenszeichen der Band.

Das ist aber das einzige Ungewohnte, denn Isole spielen genau das, was man von ihnen erwartet: schwermütigen Doom mit melodischem Klargesang und einigen eingestreuten Growls. Besonders innovativ ist das zwar nicht, es ist aber aufgrund der Fülle an ähnlichen Bands auch sehr schwer bahnbrechende Neuerungen in den Sound zu integrieren. Und solange die Stagnation auf hohem Niveau stattfindet ist sowieso alles in Butter.

Einen richtigen Hit, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht, habe ich zwar nicht entdecken können, einen Totalausfall habe ich allerdings auch nicht gefunden. Alle sieben Songs unterschreiten ein gewisses Niveau nicht und sind schlimmstenfalls als solide zu bezeichnen. Einzig der Gesang wirkt auf die Dauer etwas eintönig, was bei diesem Genre allerdings keine Seltenheit ist, da richtig gute Sänger (vor allem gesangstechnisch) im Doom-Bereich eher die Ausnahme sind. Im Instrumentalbereich ist alles im grünen Bereich, getragene, einfach gestrickte Riffs mit tiefergestimmten Gitarren, rollende Basslinien und groovendes, teilweise schon blackmetal-artiges Drumming, mehr braucht guter Doom nicht.

Auch das Cover, welches in dunkelbraun bis schwarz gehalten ist und in der Mitte ein altes Familienporträt (Mutter mit Sohn) zeigt, ist ziemlich gut gelungen, da es aufgrund der Farbwahl eine eher düstere Stimmung hervorruft, genau so, wie es bei Doomalben sein sollte.

Fazit: Einen Meilenstein haben Isole mit „The Calm Hunter“ nicht eingespielt, aber zumindest ein überdurchschnittliches Doom-Album  eingetütet. Für Fans des Genres auf jeden Fall hörenswert und auch für den mehrmaligen Genuss geeignet.


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