KING HEAVY - King Heavy

King Heavy sind eine belgisch/chilenische Kooperation, welche vom ehemaligen Procession Gründer Daniel Perez Saa und Hooded Priest Sänger Luce Vee 2009 gegründet wurde. So plakativ und einfach der Bandname klingt, so passt er auch zur Musik. Denn schwere Rhythmen mit epischer Struktur sind quasi die Quintessenz von King Heavy.

Bisher veröffentlichte man eine EP, so daß dieses selbstbetielte Album das Debut der Doom Formation darstellt. Musikalisch liegt man hauptsächlich im Geschwindigkeitsbereich von Bands wie Candlemass. Und auch der knödelige, weinerliche Gesang von Luce Vee kommt den Schweden sehr nahe. Immer mit der nötigen Portion Lamentieren ausgestattet, ist dies mal wieder ein typischer lieben oder hassen Gesang.  

Egal ob Songs wie „La Gargola“ (nein, ich denke nicht, daß dies ein italienischer Käse sein soll), „As Dawn Broke On The Day“ oder „Wounds“...die ersten fünf Song fahren alle im gleichen Fahrwasser und sind zudem mit zwischen 6 und 7 Minuten ähnlich lang. Verkehrt machen die vier Jungs nicht viel, denn es sprudelt qualitativ souveränes Doomfutter aus den Boxen. Gitarrist Matias Aguirre zeichnet für die schweren Riffs verantwortlich und befriedigt den Doomhörer auf stilsichere Weise.

Nach einem 1 ½ minütigen Intro namens „The Crowning“ folgt praktisch die Krönung in Form eines 11-Minüters. „He Who Spoke In Tongues“ ist sozusagen der längenmäßige Ausreißer des Albums und somit das Hauptwerk von „King Heavy“. Viel Unterschied zu den anderen Songs gibt es aber nicht zu verzeichnen, so daß lediglich die Länge unterscheidet.  

Die Labelinfo spricht von Querverweisen zu Celtic Frost und Danzig. Hier wäre ich mit den Erwartungen aber eher vorsichtig, denn zu mindest mir erschließt sich dieser Vergleich nicht.  

Vielmehr sind alle Candlemass, Procession und eventuell auch Solitude Aeternus Fans angesprochen. Objektiv gesehen gibt es eine Vielzahl von Bands, die diesen Sound verkörpern. Die einen besser, die anderen schlechter. King Heavy gehören zu den ersteren. Ob man solch ein Album noch innovativ oder notwendig erachtet, bleibt jedem selbst überlassen.

Gut gespielt und gesungen ist es, viel hängen bleibt im Nachhinein aber auch nicht unbedingt. King Heavy – für Genre Fans sicherlich eine Alternative zu Altbewährtem. 


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