LUNA RISE - Dark Days And Bright Nights

Im März erschien das Re-Issue ihres ersten Silberlings, die EP “Smoking Kills, But Love Can Break A Heart”. Die Rede ist von den Oberösterreichern Luna Rise. Nun liegt auch das erste abendfüllende Werk der Band vor. Und sie bleiben sich selbst treu und liefern melodischen Dark-Rock. Der Fünfer präsentiert sich sichtlich gereift. Die zwei Jahre Arbeit, die in diesem Album stecken, haben sich ausgezahlt.

“Demons Inside” bietet einen rauhen Einstieg in das Album. Die Gitarren braten. Ein einprägsamer kraftvoller Refrain rundet den insgesamt guten Gesang ab. Im Mittelteil gibt’s ein Klasse-Gitarren-Solo. “RZRKT” ist zum Teil noch etwas härter, ohne an Eingängigkeit zu verlieren. Auch hier wieder ein Gitarrensolo im Mittelteil. Der Song kommt  recht Heavy daher. Etwas ruhiger geht es in “Valentine” zu Werke. Ein eingängiger und leicht poppig angehauchter Refrain, dazu ansprechende Gitarren- und Keyboard-Hooks.

“Dancing With Tears In My Eyes” ist ein Ultravox-Cover, aber deutlich rockiger als das Original. Auch die Gitarren kommen hier deutlicher zur Geltung. In “For A Reason” ist es dann wieder etwas ruhiger (“gesetzter”), ohne jedoch zur Ballade zu werden. Wohl einer der besten Songs der Platte, weil hier auch das Songwriting auf hohem Niveau ist. “The Secret In You” ist dann ein sehr ruhiger Titel. Die Stimme von Chris Divine erinnert mich hier stark an Ville Vallo (Him). Eine ganz große Ballade ohne jemals kitschig zu werden, sparsam instrumentiert.

Poppig und leicht, so kommt “Silent Screams” daher. Der Rockanteil ist fast völlig verschwunden, Keyboards und Gitarren im Wechselspiel sorgen für eine positive Grundstimmung. Der “Dark Day” ist vorbei, es folgt die “Bright Night”. Und locker flockig geht es dann mit “Worshippin’ Shadows” weiter. Ein kommerziell angelegter Song. Hier bringen die Gitarren wieder etwas Rock Appeal. In “Until The Stars Have Come” gibt es ein Duett von Melanie Hirner und Chris Divine. Ein abwechslungsreicher Song.

Bei “In Your Arms” treiben laute Gitarren den Song voran. Auch sonst werden riesige Soundwände aufgebaut. Und im instrumentalen Mittelteil sind NASA-Funksprüche zu hören. “The Storm” macht seinem Namen alle Ehre, nach den ruhigeren Passagen legt der Song stürmisch los. Man kann das Donnergrollen regelrecht hören.  Auch “The Anthem Of The Night” rechtfertigt seinen Namen, ein hymnisch angelegter Song.

Luna Rise haben einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht. Hatte ich noch so einige Probleme mit ihrer EP, so lässt sich konstatieren, “Dark Days And Bright Knight” ein rundes ausgewogenes Werk ist. Das Songwriting ist durchweg auf hohem Niveau. Als Vorbild gibt die zwar u.a. Depeche Mode an, aber auch Fans vin HIM machen bei einem Kauf sicherlich nichts verkehrt. 


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