MAVERICK - Break It Up (EP)

Aus Spanien kam in letzter Zeit nicht sonderlich viel Aufsehenerregendes in Sachen harter Musik. Irgendwie scheint die Musikwelt dort zu stagnieren. Um so mehr Grund, einen Blick auf Maverick zu werfen. Eine Combo aus Madrid, die erst 2014 gegründet wurde. Javier Endara nennt sich der Mainman und Gründer, welcher gleichzeitig auch den Fronter der Band stellt.  

Er spielte vorher bei einer Band namens Wild und auch seine vier Mitstreiter gaben vorher in diversen Combos ihr Stelldichein. Diese können wir aber getrost vernachlässigen, da sie eh keine Sau kennt.

Maverick machen nicht den Fehler, gleich ein Vollzeitalbum unter die Leute zu schmeißen. Nein, für's erste tut es auch eine EP. Diese trägt den Namen „Break It Up“ und beinhaltet vier Nummern plus eine Coverversion von Gary Moore's „Out in the Fields“.

Anhand dieser Coverversion wird schon deutlich, in welche musikalische Kerbe Maverick schlagen. Gediegener Hard Rock, ohne große Schnörkel und mit keinen großen Ambitionen, durch härtere Klänge zu protzen. Am ehesten schicken sich Vergleiche mit MSG, Gotthard, alten Scorpions oder auch Bonfire an. Letztere am meisten, bedingt durch den Sänger Javier Endara, der wie eine spanische Version des jungen Klaus Meine oder auch Claus Lessmann, welcher ja damals zu Bonfire Zeiten schon etwas als Meine-Imitat galt, klingt. Der Gesang fußt somit auf einer soliden Basis, ohne sich zu stark an genannte Vokalisten anzubiedern.  

Auch die Instrumentalfraktion kann man als ansprechend bezeichnen, ohne allerdings die ganz großen Emotionen oder Aha-Effekte zu erzeugen. Die vier eigentlichen Songs der EP ähneln sich alle in gewisser Weise, so daß vom Opener „You Must Come With Me“ bis zu „Love Through The Shadows“ Hard Rock ohne Schlenker nach links und rechts zu Buche stehen. Obwohl man sagen kann, daß gerade bei „Love Through The Shadows“ bedingt durch massiveren Keyboard-Einsatz mehr in Richtung AOR geschielt wird, als zuvor.

Die Coverversion von „Out in the Fields“ hätten sich die Spanier dennoch schenken können oder sollen. Dem Original reicht sowieso niemand das Wasser, so daß Maverick hier nur Minuspunkte einfahren können. Sowohl gesanglich als auch musikalisch bemüht, liegt man qualitativ einfach weit unter dem Original zurück. Tja, manche Songs sollte man halt besser nicht covern.

Egal, die vier Basis-Songs der EP wissen durchaus dem geneigten Hard Rocker und Scorpions-Sympathisanten zu gefallen, ohne jedoch für großes Aufhorchen zu sorgen. Mal sehen, was wir von Maverick in Zukunft zu hören bekommen.


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