MINDMAZE - Resolve



Autor: David Kerber

Bewertung:  4 / 10


Tracklist:

  • Reverie
  • Fight The Future
  • In This Void
  • Drown Me
  • Sign Of Life
  • Abandon
  • Sanity's Collapse
  • One More Moment
  • Twisted Dream
  • True Reflection
  • Shattered Self
  • Release
  • The Path To Perserverance


VÖ: 28.04.2017

Label:  Inner Wound Recordings

Drei Jahre nach dem letzten Album und zwei Jahre nach ihrer ersten EP präsentieren die Ami-Power-Metaller MindMaze um Jeff und Sarah Teets ihr bislang ambitioniertestes Werk: Resolve, ein Konzeptalbum über tiefgreifende persönliche Kämpfe, Verlust und andere höchst menschliche Emotionen. Tiefgreifende Veränderungen gab es auch beim Line-Up, so wurden Drummer Kalin Schweizerhof und Basser Mike LePond durch Mark Bennett und Rich Pasqualone ersetzt.

Als langjähriger Fan der ersten Stunde freute ich mich natürlich riesig auf das Album, nur um beim ersten Hören etwas ratlos zurückzubleiben. Auch beim zweiten und dritten Anhören wollte der Funke irgendwie nicht überspringen, und das obwohl ich sperrige, nicht leicht verdauliche Musik durchaus gewohnt bin. Einen wirklichen Hit gibt es (natürlich, wie bei vielen anderen Konzeptalben auch) nicht, da ja das Gesamtkunstwerk im Vordergrund steht.

Die Schwierigkeit liegt auch nicht am Können der Musiker, das ist reichlich vorhanden, vielmehr ist es das kompositorische Element, was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet. Nun leben Konzeptalben ja nicht überwiegend von der Musik sondern vor allem von den Lyrics und der Auseinandersetzung mit diesen. Doch ohne die passende (und packende) Musik fällt es (zumindest mir) schwer, sich ausführlich mit den Texten zu befassen und deren Sinn zu erfassen, da der Hörgenuss erheblich geschmälert wird. Immer die gleichen Riffs, kaum nennenswerte Melodien, andauernd (und teilweise recht unpassende) Tempowechsel und immer die gleichen Gitarrensoli sorgen nicht grade für überbordende Euphorie und wenig Tiefe innerhalb der einzelnen Songs. Wie gesagt bezieht sich alles nur auf Komposition und Songstruktur, spiel- und vor allem gesangstechnisch ist wirklich alles grandios, nützt in diesem Falle aber nicht wirklich viel.

Es scheint, als hätte sich diese junge Band mit dem Konzeptalbum etwas übernommen, vielleicht kam es einfach viel zu früh und man hätte etwas mehr Erfahrung im Komponieren sammeln sollen, aber hier wäre wesentlich mehr drin gewesen, gute Ansätze sind schließlich vorhanden. Doch da es über diese Ansätze nicht wirklich hinausgeht hat das ganze seinen Zweck meiner Meinung nach nicht wirklich erfüllt. Und dass es besser geht, haben viele andere Bands teilweise mehrfach bewiesen.